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Duisburg: "Nala II" - im Zoo gibt es wieder ein Albino-Känguru

Duisburg : "Nala II" - im Zoo gibt es wieder ein Albino-Känguru

Die Tierpfleger des Duisburger Zoos erlebten kürzlich zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres eine "weiße Überraschung". Erneut erblickte ein Albino-Känguru in der Australienanlage das Licht der Welt.

Im vorigen Jahr war das Albinojungtier "Nala" innerhalb kürzester Zeit zum tierischen Star avanciert. Der Hype um das Jungtier endete abrupt. Denn das weiße Känguru wurde eines Nachts von einem Fuchs gerissen, der in das Gehege eingedrungen war.

Um dem neuen Jungtier ein solches Schicksal zu ersparen, ist die Anlage inzwischen "fuchssicher" gemacht worden. Ein Elektrozaun rund um das Gehege soll verhindern, dass wilde Räuber vom nahen Kaiserberg-Wald wieder zuschlagen. Zwischenzeitlich hatte ein Jäger vor dem Zaun Wache gehalten. "Wir wollten aber eher auf passive Maßnahmen setzen", sagte Zoobiologe Volker Grün. Immerhin sei der Fuchs, der im direkt angrenzenden Waldgebiet lebt, wichtig für das Gleichgewicht des Ökosystems. Derzeit ist es noch nicht einfach, einen Blick auf das Albino-Känguru zu werfen. Denn es hockt die meiste Zeit im schützenden Beutel seiner Mutter. Nur wer geduldig am Rand der Anlage wartet, sieht hin und wieder einen kleinen weißen Kopf über den Beutelrand schauen.

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Nach Einschätzung von Volker Grün wird das Jungtier in naher Zukunft in seiner ganzen Pracht zu bestaunen sein. "Einmal hat es den Beutel schon verlassen. Das wird bald immer häufiger passieren", so der Biologe. Aufgrund seines hellen Felles habe das Tier in freier Wildbahn kaum Überlebenschancen. Mit dem Bau des Zaunes hoffen die Verantwortlichen des Zoos alles Notwendige getan zu haben, um dem kleinen Känguru ein sicheres Zuhause in der Anlage bieten zu können.

Wie der "neue Star" heißen soll, steht derzeit noch in den Sternen. Zunächst muss das Geschlecht von "Nala II", wie sie vorübergehend häufig genannt wird, bestimmt werden.

(RP/ac)