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Duisburg: Musikalische Reise über Länder und Epochen

Duisburg : Musikalische Reise über Länder und Epochen

rheinhausen Nicht nur den Sprung von Europa nach Südamerika wagte das "Duo Encuentro" am Sonntag in der Christuskirche Rheinhausen, es begab sich gleich auf eine Zeitreise vom Barock in die moderne südamerikanische Klassik. Musikalische Begegnungen standen auf dem Programm von Elisabeth Leonhard an der Querflöte und Andreas Weitkämper an der Gitarre, und die Zuhörer begaben sich neugierig mit den Musikern auf Erkundungstour.

Mit dem "Larghetto" und "Allegro a-moll", einem Kammermusikwerk von Georg Friedrich Händel, begannen sie ihr Konzert. Ruhig und gefällig spielte das Duo die "Mouvements Perpétueles" von Francis Poulenc, die eigentlich für das Klavier geschrieben sind. Der stilistische Unterschied von Johann Sebastian Bach und Jaime M. Zenamon (geboren 1953) erschien im ersten der drei Retratos "Encuentro", welches fast barocke Züge aufwies gar nicht so groß.

In seinem "Dialogo" konnte man dem Gitarristen Zenamon die Freude am Zwiegespräch mit anderen Instrumenten, in diesem Fall der Querflöte anmerken. Weitkämper und Leonhard spielten das Stück sehr harmonisch aufeinander abgestimmt. Die Musik plätscherte wie ein Redefluss vor sich hin.

Die Stimmung in der Kirche war sehr entspannt und familiär. Dazu trugen auch die abgedunkelten Lampen bei, einzig der Chorraum mit den Musikern war hell erleuchtet.

Beim Gitarrenspiel hörte das Publikum den lateinamerikanischen Einschlag eher heraus. Um den Rhythmus zu verstärken, klopfte Weitkämper gelegentlich auf den Klangkörper seines Instruments.

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Zuckerwatte und Fisch

Brasilianische Rhythmen wie Samba und Choro waren in der Musik von Celso Machado vorherrschend, der im gleichen Jahr wie Zenamon geboren wurde. In seinen Melodien, die zwischen Melancholie und purer Lebensfreude schwankten, konnte der Zuhörer auch Einflüsse anderer Weltmusik erkennen. Die Stücke waren nach bekannten brasilianischen Speisen benannt. "Algodao doce" ist Zuckerwatte, bei "Pacoca" handelt es sich um ein Fischgericht.

Die Erneuerung des argentinischen Tangos hatte sich Astor Piazolla (1921-1992) vorgenommen. Sein Stück Nightclub von 1960 ist voller Tempowechsel und Stilbrüche. Klassische Tangoakkorde wechselten sich mit fast jazzigen Episoden ab. Für ihr virtuoses musikalisches Zusammenspiel ernteten die beiden Musiker viel Applaus.

(RP)