Duisburg: Musikabend mit Hörnern

Duisburg : Musikabend mit Hörnern

Hornisten Waltraut Prinz war bei der Abendmusik zu Gast.

An jedem ersten Freitag im Monat verwandelt sich die Bergheimer Pfarrkirche Christus König in ein Paradies für Musikliebhaber. Bei freiem Eintritt erleben die Besucher Konzerte der besonderen Art. So war es auch diesmal: Um 21 Uhr waren die Sitzreihen in der Kirche gut gefüllt. Rund 80 Besucher kamen. Und sie alle waren gespannt, welch musikalische Überraschung der Kirchenmusiker Ludger Morck diesmal vorbereitet hatte.

Seit zwölf Jahren organisiert Morck die Konzertreihe der Freitagsmusik und spielt selbst mit. "Wir können auf 144 Konzerte zurückblicken." Klar, dass das 145. Konzert ein kleiner Geburtstag war.

Es sollte ein ganz besonderer Musikabend werden: Erstmalig erklangen das Horn und das Alphorn in der Konzertreihe der Freitagsmusik. Beim Blick in die Kirche war Morck erfreut: "Es ist wunderbar dass sich so viele Menschen zusammengefunden haben und handgemachte Musik erleben wollen." Die ausgewählte Szenerie war simpel und doch eindrucksvoll. In schwarz und weiß gekleidet stellten sich die Musiker vor das Publikum. Ludger Morck nahm an der Orgel Platz, Waltraud Prinz stand am Alphorn.

Seit 2006 ist Prinz Hornistin der Duisburger Philharmonie. Stimmungsvoll leuchteten einige Kerzen im Kirchenraum. Ludger Morck ließ zart die Orgel der Kirche erklingen, dann setzte Waltraud Prinz mit ihrem Alphorn ein. Nach volkstümlicher Vorstellung des Alphorns im Altarraum erklang das spätromantische "Notturno Elegiaco" des schwedischen Komponisten Hugo Alfvén, verfasst für die Instrumente Horn und Orgel.

Die Stimmung war beeindruckend, als das Stück "Komm heiliger Geist" von Dietrich Buxtehude erklang, lauschte so mancher mit geschlossenen Augen. "So schön und fast meditativ", sagte eine Zuhörerin leise. Regelmäßig kommt sie zur Freitagsmusik und liebt die außergewöhnliche Klangkulisse der Kirche. Diese kam wenige Minuten später noch besser zur Geltung: Waltraud Prinz schritt mit ihrem Alphorn in die obere Etage. Das war gar nicht so einfach: Das Alphorn ist über drei Meter lang. Oben angekommen ertönte "Andante und Humoresque" von Jean Daetwyler, verfasst für Alphorn und Orgel. Mit pfingstlichen Improvisationen und dem von Camille Saint-Saëns verfassten Stück "Morceau de Concert" endete das Konzert mit großem Publikumsapplaus.

Nächste Freitagsmusik: 4. August, 21 Uhr, Klavier- und Orgelklänge: Marius Furche und Ludger Morck spielen Filmmusik, Jazz, Klassik und Rock.

(RP)
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