Musical "Wallace" in Duisburg: TaM-Betreiber stellen Strafanzeige

Nächste Runde im Musical-Streit : TaM-Betreiber stellen Strafanzeige

Nach den über eine Agentur verbreiteten Nachrichten über das vermeintliche Ende des Musicals „Wallace“ im Theater am Marientor haben am Donnerstag die TaM Betriebsgesellschaft und die Autark Entertainment Group AG Strafanzeige gegen den vermeintlichen Urheber gestellt.

Jens Walther, Rechtsanwalt aus Leipzig, und laut der Homepage der Autark Entertainment Group AG auch deren Aufsichtsratsvorsitzender in Personalunion, bezichtigt in der schriftlichen Strafanzeige an die Staatsanwaltschaft Duisburg einen in den USA lebenden Mann und dessen Internetportal „Gerlachreport“ der „Verleumdung (Rufmord), Nötigung, Erpressung“. Zudem wird die Strafanzeige auch wegen „aller anderen in Frage kommende Delikte“ gestellt.

Wörtlich wird in der Anzeige, die der Redaktion vorliegt, erklärt, der Mann habe „die zentralen Pressestellen wie DPA (Deutsche Presseagentur, Anm. d. Red.) mit Falschmeldungen versorgt, so dass die Produktion selbst in Gefahr geraten ist“.

Dies ist verwunderlich, weil die Macher des „Wallace“-Musicals wie berichtet stets betont hatten, dass die Proben ganz normal liefen und der „Weltpremiere“ am 14. November im Theater am Marientor nichts entgegenstünde. Gegen den Mann, der sich derzeit in den USA aufhalten soll, laufen weitere staatsanwaltschaftliche Ermittlungen, unter anderem auch durch die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Cyberkriminalität im bayerischen Bamberg.

Die Autark Entertainment Group soll ihre Anteile am TaM an die Inco Genossenschaft mit Sitz an der Düsseldorfer Straße in der Duisburger Innenstadt verkauft haben. Laut der Homepage der Inco ist für diese Genossenschaft auch Bram ten Hove vertretungsberechtigt. Bram ten Hove war zuvor bei der TaM Betriebsgesellschaft als betriebswirtschaftlicher Geschäftsführer tätig gewesen.