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Duisburg: MSV: schlechtere Zahlen als im "Urplan"

Duisburg : MSV: schlechtere Zahlen als im "Urplan"

Roland Kentsch, Geschäftsführer der Profigesellschaft des MSV Duisburg, hat sich auf Anfrage der Rheinischen Post über die angeblich schlechte finanzielle Lage des Fußball-Zweitligisten geäußert. Die in Fankreisen kursierenden dramatischen Daten nennt Kentsch "veraltet".

Der MSV-Vorsitzende Dieter Steffen hatte in der Pressekonferenz am Freitag gesagt: "Wir haben wirtschaftliche und sportliche Probleme." Dass man bei den am Montag der Deutschen Fußball Liga (DFL) vorgelegten Zahlen "in der Summe etwas schlechter" liege, als es im "Urplan" für die Lizenzierung im März 2011 vorgezeichnet war, räumt Kentsch zwar ein.

Beim Merchandising und auch im Pokal durch das Erreichen der zweiten Runde sei man aber über Plan. Was die Fernsehgelder angeht, bleibe das Zebra aufgrund des schlechten Tabellenplatzes hinter den Erwartungen zurück. Innerhalb eines Monats erwartet der Geschäftsführer Antwort von der DFL zum Zahlenwerk, das für das Verfahren notwendig ist. Vorstellbar ist seiner Einschätzung nach, dass dann im Rahmen der üblichen Nachlizenzierung Bedingungen gestellt werden. Danach gebe es einen Zeitraum diese zu erfüllen. Über das, was darauf folgt, sagte Kentsch: "Dann schauen wir mal."

Und zum Thema, ob die Gesellschaft die möglicherweise gestellten Auflagen erfüllen kann: "Das hoffe ich." Aus einer in der Vergangenheit stets sehr gut informierten Quelle war zu hören, dass ein Punktabzug drohen könnte. Kentsch kommentierte das nicht und verwies lediglich auf den Anhang zur Lizenzierungsordnung der DFL, der die Sanktionen benennt.

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Die DFL kennt für Sünder durchaus Strafen, dazu zählt auch ein Punktabzug. Zum Beispiel bei der Nichterfüllung einer Auflage, "welche die Stellung einer Liquiditätsreserve und/oder die Erbringung von Nachweisen zur Schließung der Liquiditätslücke innerhalb einer bestimmten Frist zum Inhalt hat", wie es im Strafkatalog zur Lizenzordnung heißt. Angedroht wird da "die Aberkennung von zwei Gewinnpunkten mit sofortiger Wirkung in der laufenden Spielzeit als Vertragsstrafe."

Punktabzüge kommen im Profigeschäft durchaus vor. Arminia Bielefeld musste das in der Saison 2009/2010 wegen Nicht-Einhaltung der Auflagen einmal miterleben. Vier Zähler (und die Hoffnung auf Rückkehr in die Erste Liga) waren weg.

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(RP/rl)