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Duisburg: Mit "Glam Bam" in die 70er

Duisburg : Mit "Glam Bam" in die 70er

Ihre Markenzeichen sind Plateauschuhe, Schlaghosen und Hippie-Frisuren. Ihre Kunst ist Kult: "Glam Bam" brachten im Renzis Glam- und Glitterrock auf die Bühne und huldigten damit im großen Stil die Siebziger Jahre.

Baerl Wenn fünf Männer in Plateauschuhen, Schlaghosen und mit blonden Perücken auf der Bühne stehen und ihr Publikum in die Zeit von Glam- und Glitterrock zurückversetzen, dann ist man mitten in einem Konzert der Band "Glam Bam" gelandet. Am Sonntagabend war sie im Restaurant Renzis in Baerl zu Gast. Ihre Mission: Mindestens drei Stunden Musik machen und nebenbei noch kleine Geschichten erzählen.

Alles wird aufs Korn genommen

"Die Musik machen wir mit Würde, alles Drumherum wird aufs Korn genommen", erklärte Uwe Plien, Sänger und Gitarrist, das Konzept der Band. Von der Bühnendeko bis zur Kleidung war alles auf die Siebziger abgestimmt, selbst die Plateauschuhe stammten original aus dem Jahr 1975. Und obwohl die Fünf schon seit 1999 gemeinsam auf der Bühne stehen, wurde in Baerl eine Premiere gefeiert: Ein Konzert an Karneval gab es nämlich bis dahin noch nie. Passenderweise hatten auch einige Gäste tief in ihren Kleiderschränken gekramt und noch einmal die alten Blümchenkleider, Rüschenhemden und Plateauschuhe hervorgeholt.

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Dass auch das Hüften kreisen mindestens genauso gut funktionierte wie früher, konnten sie bei Songs wie "Get it on" von T. Rex oder "Far far away" von Slade unter Beweis stellen. Bei "All right now" von Free wurden schließlich alle Luftgitarristen nach vorne gebeten, und nach und nach trauten sich auch immer mehr zum Tanzen nach vorne. Die Jungs von "Glam Bam" verstanden es, ihrem Publikum so richtig einzuheizen: "Wir erwarten, dass ihr total ausflippt!"

Bei "Tiger feet" von Mud mussten alle die Hände in die Höhe recken, auch diejenigen, die sich von der Nelkensamstags-Feierei noch nicht richtig erholt hatten. Dabei kannten die Fünf keinerlei Berührungsängste und suchten immer wieder den Kontakt zum Publikum.

Erinnerungen an "Bandsalat"

Nicht nur musikalisch ging es auf eine Zeitreise, zwischendurch weckten auch kleine Anekdoten die Erinnerung an vergangene Tage. Schließlich konnten sich noch alle genau an die gelben Agfa C60-Kassetten erinnern, mit denen man früher die Songs aus dem Radio aufnahm und die regelmäßig Bandsalat verursachten. Oder an den WDR-Kult-DJ Mal Sondock, der bestimmte, welche Musik gehört wurde. Und genau die wurde am Sonntag gespielt. Ruby Tuesday (Gesa Linne) sorgte mit ihren Geigensoli für Abwechslung und heimste kräftigen Applaus ein.

Fazit des Abends: "Glam Bam" mit ihrem Mix aus guter Musik und einer ordentlichen Prise Show kamen beim Baerler Publikum ausgesprochen gut an. Für alle, die auch nach dem gut dreistündigen Konzert immer noch nicht genug von Kiss, Status Quo, den Rolling Stones und anderen hatten, legte ein DJ weiter das Beste der siebziger Jahre auf.

(vorb)