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Duisburg: Mit geübten Griffen

Duisburg : Mit geübten Griffen

33 Auszubildende der Massageschule des Duisburger Klinikums lockerten gestern die verkrampften Muskeln der Marathon-Teilnehmer. Die Skater waren die ersten Kunden. Bis zum Abend lagen etwa 450 Patienten auf den Tischen.

Ihren ganz eigenen Marathon absolvierten die 33 Auszubildenden der Massageschule des Duisburger Klinikums am gestrigen Sonntag. Ihr Ziel: möglichst viele verspannte Muskeln lockern.

Diese sind das Hauptproblem vieler Teilnehmer des Rhein-Ruhr-Marathons nach dem Zieleinlauf, und so hatten Schulleiter Dietmar von Zaluskowski und seine Schüler mehr als genug zu tun. Um zehn Uhr stand auch der Inlineskater Martin Behrensmeyer in der immer länger werdenden Warteschlange vor den acht Massagebänken, die im Schatten der Osttribüne des Wedau-Stadions aufbaut sind. Obwohl er nicht zum ersten Mal beim Marathon mit geskatet ist, ist die Massage danach für ihn eine neue Erfahrung. Mile Kosamovic nimmt sich den beanspruchten Beinen des Inlineskaters an und löst mit geübten Griffen einen plötzlichen Krampf. Die Situation mit so vielen Patienten sei natürlich eine besondere Herausforderung, die man nicht jeden Tag hat. Gerade daher könne man besonders viel dabei lernen, Routine bekommen und die gelernte Massagegriffe anwenden.

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Bei Martin Behrensmeyer scheint der 22-Jährige alles richtig gemacht zu haben. Dieser zieht nach sieben minütiger Behandlung weiter – mehr Zeit bleibt bei der Menge an Teilnehmern nicht. Resümee: „Von jetzt an werde ich das jedes Jahr machen!“ Durch die Massage wird die Muskulatur gedehnt, Schlackstoffe abtransportiert und die Regeneration der Muskulatur beschleunigt. So seien die Beschwerden am folgenden Tag nicht ganz so groß, erklärt der Leiter der Massageschule.

Für die angehenden Masseure und medizinischen Bademeister wurde es ein langer Tag. Bereits seit halb acht waremn die Schüler des Ober-und Unterkurses vor Ort, denn schon um 9.10 Uhr erreichten die ersten Skater das Ziel und wollten behandelt werden. Bis 16 Uhr folgten dann Halbmarathon- und Marathonläufer Schlag auf Schlag, bevor es langsam ruhiger wurde. Bis zum Abend kamen etwa 450 Patienten in den Genuss einer Massage. „Da weiß man am Ende des Tages was man getan hat“, sagte Dietmar von Zaluskowski. Diese Erfahrung haben auch Pia Loren Henßen und Karina Wielens bereits im vergangen Jahr machen können. Gestern standen sie gemeinsam an einer Bank und bearbeiteten die Beine eines ermüdeten Läufers. „Im Gegensatz zum vergangen Jahr haben wir viel mehr Erfahrung und sind auch nicht mehr so aufgeregt und schüchtern“, erklärt die 18-jährige Pia.

Vom Trubel um sie herum oder dem Jubel des Publikums im Stadion bekamen die beiden jungen Frauen am gestrigen Jubiläumsmarathon nicht viel mit.

(RP)