Duisburg: Mit den Medienscouts sicher durchs Netz

Duisburg : Mit den Medienscouts sicher durchs Netz

Man darf nicht alles glauben, was im Internet steht. Diese Weisheit hat sich bei den Erwachsenen im Allgemeinen herumgesprochen. Doch was ist mit den Kindern? Die Smartphone- und Tablet-Nutzer werden immer jünger. Und sind somit auch argloser und den zahlreichen Gefahren oft schutzlos ausgeliefert. "Mir ist wichtig, dass jüngere Schüler sich im Internet sicher fühlen und nicht zu Opfern werden", sagt Maximilian Tadäus. Er ist einer der Medienscouts, die es seit etwa sechs Jahren an der Heinrich-Heine-Gesamtschule in Rheinhausen gibt. Maximilian und seine Scoutkollegen haben sich bei verschiedenen Schulungen intensiv mit den Tücken und Fallen der Neuen Medien auseinandergesetzt und erklären den jüngeren Jahrgängen die neuesten Maschen der Online-Verbrecher. "Wenn ein Gleichaltriger den Kindern etwas über ein ernstes Problem erzählt, dann ist die Wirkung 100 Mal besser, als wenn ich das mache", sagt Bernhard Wagner. Gemeinsam mit seiner Kollegin Ulrike Huft begleitet und betreut er das Projekt.

Im wahrsten Sinne des Wortes hat er sie auch neulich nach Berlin begleitet. Die Medienscouts haben bei dem bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb Teach Today - "Medien aber sicher" mitgemacht und prompt den ersten Preis gewonnen. "Wir durften mit dem Youtuber Max Oberüber ein Video drehen, das auf die lauernden Gefahren aufmerksam macht", erzählt Maximilian stolz. Konzipiert haben die Schüler den Film selber. Der einminütige Clip ist bunt, rasant und verpackt eine ganz ernste Sache in kindgerecht verdauliche Szenen. "Viele Eltern machen sich Sorgen um die Mediennutzung ihrer Kinder", erzählt auch Rektor Günter Derksen. Gerade Mädchen seien leichte Beute. Wenn sie in einem anonymen Chat mit jemandem ins Gespräch kommen, sind sie eher zu einem Treffen bereit als gleichaltrige Jungen. Eltern sollten sie sich schleunigst über weitere Tücken und Fallen aufklären lassen.

(RP)
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