Duisburg: Michael Mautone setzt Akzent auf den Frieden

Duisburg: Michael Mautone setzt Akzent auf den Frieden

Der Liederabend "Weiße Taube, flieg" mit Michael Mautone & Band und einem Quintett der Duisburger Philharmoniker am Samstagabend in der Kulturkirche Liebfrauen war nicht nur ein Liederabend für den Frieden. Er geriet zu einem Plädoyer für ein Europa, das für Freiheit, Gerechtigkeit und ein menschliches Miteinander einsteht.

Der Liederabend "Weiße Taube, flieg" mit Michael Mautone & Band und einem Quintett der Duisburger Philharmoniker am Samstagabend in der Kulturkirche Liebfrauen war nicht nur ein Liederabend für den Frieden. Er geriet zu einem Plädoyer für ein Europa, das für Freiheit, Gerechtigkeit und ein menschliches Miteinander einsteht.

Michael Mautone ist jemand, der seine Lieder mit viel Herzblut schreibt. Wenn sie politisch werden, dann haben sie sehr viel mit dem diesjährigen Thema der Akzente "Nie wieder Krieg?" zu tun. Wer sich zuvor die Ausstellung "Hybris" von Harald Reusmann in der Kulturkirche anschaut, die sich mit der Propaganda und dem Militarismus vor und während des Ersten Weltkriegs auseinandersetzt, dem kommt es fast unwirklich vor, dass 100 Jahre später ein solches Plädoyer gehalten wird. Aber auch, dass es gehalten werden muss vor dem Hintergrund eines wachsenden Nationalismus' in Europa. Was dadurch droht, zeigt die Ausstellung, was dem entgegen gesetzt werden kann, sagen die politischen Lieder aus der Feder von Michael Mautone. Seine Texte sind dabei nicht belehrend, dennoch in ihrer Aussage eindeutig ("Solidarität ist kein Parteiprogramm!") und manchmal sehr berührend, aber immer optimistisch, Zuversicht bietend in düsteren Zeiten.

  • Training für Big Air in Mönchengladbach : Flieg, Snowboarder, flieg!

Musikalisch erinnert das Konzert stark an den italienischen Liedermacher Angelo Branduardi. Mal als Solist mit Gitarre und Fußschlagzeug, mal mit seiner Band - Rockviolinist David Engler (Tanga Elektra, Saga's Suitcase) und André Meisner am Bass - mal begleitet von einem Quintett der Duisburger Philharmoniker (vier Streicher, eine Oboe) gelingt Michael Mautone ein mitreißender Abend, was nicht zuletzt auch an seinem lockeren Umgang mit dem Publikum liegt und den Funken schnell überspringen lässt.

Mit dem, bis auf zwei Zugaben, letzten Stück des Konzerts, der Europa-Hymne "An die Freude" unterstreicht Mautone seine Haltung zu einem friedlichen und gerechten Europa.

(awi)