Michael Fleuren scheitert mit seiner Petition zum Wegfall der Kita-Gebühren

Petition führt nicht zum Erfolg : Kita-Gebühren: Wegfall scheitert im Landtag

Der Duisburger Michael Fleuren hatte mit einer Online-Petition 55.000 Stimmen gesammelt. Auf Antrag der SPD diskutierte das Parlament über die Abschaffung der Gebühren, die je nach Kommune variieren.

„Ich bin sehr enttäuscht“, sagt Michael Fleuren. Der Vater aus Duisburg hat am Donnerstagnachmittag live die Abstimmung über beitragsfreie Kitas im Düsseldorfer Landtag miterlebt. Mehrheitlich hat die Landesregierung gegen den Antrag gestimmt, der von der SPD-Fraktion eingebracht wurde. „Das war schon sehr ernüchternd“, so Fleuren. Der Landtagsabgeordnete Dennis Maelzer (SPD) begann seine Rede im Plenarsaal mit der Geschichte der Duisburger Familie: „Michael Fleuren hat vor Kurzem mehr als 55.000 Unterschriften an den Petitionsausschuss übergeben. Als er mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn Henry in den Landtag kam, erzählte er uns, dass viele Familien vor der Entscheidung stünden, ob beide Partner wieder in den Beruf einsteigen wollen. Aber angesichts der hohen Gebühren lohnt sich eine Teilzeitstelle oft nicht. Trotzdem entschieden sie sich dafür, einen Kita-Platz für ihren Sohn zu finanzieren.“ Nun aber vorerst das Aus für den Duisburger: Mit der Stimmenmehrheit der schwarz-gelben Regierungskoalition wurde der Antrag abgelehnt. „Qualität ist wichtiger als Beitragsfreiheit“, argumentierte Jens Kamieth (CDU). Seine Partei werde weitere Schritte in Richtung Beitragsfreiheit gehen, „aber erst, wenn die Qualität stimmt und wir eine auskömmliche Finanzierung haben.“

Ginge es nach Thomas Krützberg, gäbe es schon lange keine Kita-Beiträge mehr: „Bildungsinstitutionen sind vom Staat kostenfrei zu stellen“, sagt der Jugenddezernent der Stadt.

(T.L./M.A.)
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