Duisburg: Mercators Nachbarn: Szenische Lesung zu Mercators Leben

Duisburg: Mercators Nachbarn: Szenische Lesung zu Mercators Leben

Am Sonntag, 4. März, führt die Duisburger Initiative "Mercators Nachbarn" im Kultur- und Stadthistorischen Museum eine szenische Lesung zu prägenden und turbulenten Lebensstationen Gerhard Mercators auf. In sechs Akten werden die Besucher in das Gefängnis von Rupelmonde entführt, wo der Universalgelehrte der Gotteslästerung bezichtigt wurde, lernen den Mercatorschüler Johannes Corputius während der Stadtvermessung kennen und nehmen am festlichen Einzug des Landesherrn Wilhelm V. in das beschauliche Duisburg teil. Dass es in den Szenen nicht ohne Humor zugeht, wird bei einem fiktiven Gespräch über die Pläne einer Universitätsgründung beim Gelehrten-Stammtisch "Zum Versoffenen Finken" deutlich. Die Darsteller kleiden sich zu diesem Anlass in selbstgeschneiderte Gewänder aus der Zeit des 16. Jahrhunderts, die die Schneiderin Ulrike Altegoer angefertigt hat.

"Mercators Nachbarn" ist eine bürgerschaftliche Initiative, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Geschichte Gerhard Mercators und seiner Zeitgenossen lebendig werden zu lassen. Zu diesem Zweck konzipieren sie Führungen durch die Altstadt, halten Vorträge zu neuesten Forschungen des berühmten Gelehrten und entwerfen zu geeigneten Anlässen sogar Jubiläumsbiere zu Ehren Gerhard Mercators und seines Schülers Johannes Corputius.

Beginn der Aufführung ist um 15 Uhr. Ab 14 Uhr können Interessierte gern vorab die Initiative kennenlernen und sich über das aktuelle Programm und das Gewandprojekt informieren. Die Aufführung dauert etwa 90 Minuten. Der Eintritt kostet 4,50 Euro, ermäßigt zwei Euro an der Museumskasse. Spenden werden von "Mercators Nachbarn" entgegengenommen, womit das Gewand des Theologen Georg Cassander finanziert wird.

(RP)