1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Duisburg: Mercatorhalle: größte Hürden genommen

Duisburg : Mercatorhalle: größte Hürden genommen

Immerhin: Die Decke droht den Gästen in Duisburgs guter Stube nicht auf den Kopf zu fallen. Der Statiker hat jetzt erklärt, dass der Stadt die Sanierung der Decke im Großen Saal der Mercatorhalle erspart bleibt.

Es bleibt aber auch so genug zu tun: Knapp sechs Millionen Euro wird es kosten, sämtliche Mängel zu beheben, die Hälfte ist bereits ausgegeben. Bis Ende des Jahres dauern die restlichen Planungen, im Februar werden die Arbeiten ausgeschrieben. "Wir liegen damit im Zeitplan, den wir im Mai vorgestellt haben", sagt Kulturdezernent Thomas Krützberg. Ende 2015 oder im Laufe des ersten Quartals soll der Große Saal wieder eröffnen.

Es wird wohl eher später als früher werden: IMD-Chef Uwe Rohde sprach vor Planungspolitikern zuletzt von einer "Fertigstellung im Frühjahr 2016." Die größten Hürden dürften genommen sein: Der Bauantrag samt Brandschutzkonzept wurde Ende September eingereicht, mit dem Eigentümer der Immobilie, der Hannover Leasing, hatte man sich nach langwierigen Nachtragsverhandlungen jetzt endgültig geeinigt. Worüber man derzeit nicht nur sprichwörtlich stolpert, sind die unterschiedlich hohen Treppenstufen auf den Rängen. Bei 19 Zentimetern liegt das Maximalmaß einer Trittstufe, in der Mercatorhalle sind die Stufen zwischen 0,5 und 2 Zentimeter zu hoch. Ursprünglich war geplant, den gesamten Rang zurück- und neu aufzubauen. Jetzt will der Architekt in den Stufenflächen ein Gefälle einarbeiten, um das Maximalmaß zu erfüllen. Damit gibt es zwar eine Lösung für das Problem. Allerdings muss hier erneut ein Sachverständiger ans Werk.

  • Duisburg : Kein Marketing fürs Theater am Marientor
  • Duisburg : Mercatorhalle: Sanierung schreitet nur langsam voran
  • Duisburg : Kleiner Saal kann ab Januar 2015 wieder genutzt werden

Denn die Beweissicherung ist noch nicht abgeschlossen, die Schuldfrage für Regressansprüche ungeklärt: Liegt es am Rohbau Betontreppe oder am Aufbau aus Holz und Parkett? Wann diese Beweissicherung beendet ist, sei aus Sicht einer beauftragten Anwaltskanzlei "völlig offen", heißt es in einem Rathauspapier. Womöglich müsse deshalb sogar der Start der Sanierungsarbeiten verschoben werden. Doch auch hier drückt Krützberg aufs Tempo: "Wir können nicht sanieren und dabei den Rang aussparen. Die Beweissicherung wird bis zum Start der Arbeiten abgeschlossen sein", sagt er.

(RP)