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Duisburg: Mercator und der blaue Planet

Duisburg : Mercator und der blaue Planet

Die Duisburger Mercator-Gesellschaft war nicht nur Mittlerin bei der Finanzierung des künftigen Mercator-Raums im Kultur- und Stadthistorischen Museum, sie beteiligt sich darüber hinaus aktiv am laufenden Mercator-Jahr.

Seit 60 Jahren fördert die Duisburger Mercator-Gesellschaft das Verständnis für die Vergangenheit. Die Stadt und die Region stehen dabei im Mittelpunkt. Doch im Sinne ihres Namengebers geht der Blick weit über kommunales Kirchturmdenken hinaus. Jüngst machte die Mercator-Gesellschaft positive Schlagzeilen, weil sie als Mittlerin 100 000 Euro von der Nordrhein-Westfalen-Stiftung für die Gestaltung des neuen Mercator-Raums im Kultur- und Stadthistorischen Museum überweisen kann.

Ansprechpartner für die Stiftung ist dabei Dr. Gernot Tromnau, Vorsitzender der Mercator-Gesellschaft und ehemaliger Direktor des Kultur- und Stadthistorischen Museums. Beim gestrigen Pressegespräch wiesen Tromnau sowie Archivdirektor Dr. Hans Georg Kraume und Museumsleiterin Dr. Susanne Sommer auf die weiteren Aktivitäten der Gesellschaft hin, die im laufenden Mercator-Jahr besonders stark in die Öffentlichkeit hinein wirken möchte.

Das geschieht durch Vorträge und Exkursionen, zu der nicht nur die 350 Mitglieder der Mercator-Gesellschaft eingeladen sind, sondern alle Interessierten. Am Donnerstag, 16. Februar (Altweiber), 19 Uhr, spricht die Wirtschaftsgeografin Prof. Dr. Ute Schneider (Uni Duisburg-Essen) über die Frage, wie "man" mit Mercator und seinem Werk seit dem 17. Jahrhundert umgegangen ist; ein durchaus aktuelles Thema vor dem Hintergrund, dass Mercator erst in jüngster Zeit wiederentdeckt zu werden scheint.

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Am 24. März lädt die Mercator-Gesellschaft zu einer Halbtagsfahrt ins Dortmunder Museum für Kunst- und Kulturgeschichte ein, wo das kartographische Werk Mercators in einer Sonderausstellung im Mittelpunkt steht. Besonders attraktiv ist vermutlich die Tagesfahrt (12. Mai) der Gesellschaft zum flandrischen Geburtsort Mercators, Rupelmonde, rund 20 Kilometer von Antwerpen entfernt.

Am 22. September bietet die Mercator-Gesellschaft dann eine Fahrt nach Antwerpen an, eine Stadt, die schon zu Mercators Zeiten eine der wichtigsten Handelsstädte der Welt war. Am 2. Dezember, dem Todestag Mercators, ist auf Einladung der Gesellschaft Dr. Birgitta Falk, Leiterin der Domschatzkammer Essen im Kultur- und Stadthistorischen Museum zu Gast.

Besonders gespannt darf man auf das "Kind" der Mercator-Gesellschaft sein, gemeint ist die neue Mercator-Schatzkammer, in der ab dem 5. März die neue Dauerausstellung unter dem Titel "Gerhard Mercator und der blaue Planet" präsentiert wird. Museumsdirektorin Dr. Susanne Sommer verspricht eine publikumswirksame Schau, bei der neue technische Möglichkeiten genutzt und neue Erkenntnisse zu Mercator eingearbeitet werden. Und Archivdirektor Dr. Hans-Georg Kraume kündigte den Band 60 der Duisburger Forschungen an, der 2013 erscheint und Früchte des Mercator-Jahrs 2012 in Form von Aufsätzen enthält.

(RP)