Duisburg: Memelbad auf dem Trockenen

Duisburg : Memelbad auf dem Trockenen

Derzeit werden kleinere Reparaturen an den Becken durchgeführt und alles wird mit Hochdruck gereinigt. Ab 21. November kann man wieder Bahnen ziehen.

Das Hinweisschild am Schwimmbecken des städtischen Hallenbades an der Memelstraße ist nicht zu übersehen. "Springen nur von der Startblockseite" ist da zu lesen. Aber das sollte man im Moment besser nicht tun, denn ohne Wasser im Becken könnte das böse Folgen haben. Grund für das Trockenlegen der Becken sind die jährlichen Reinigungs- und Reparaturarbeiten.

Badleiter Peter Antweiler kontrolliert die Reinigungsarbeit vom Drei-Meter-Brett. Foto: Udo Gottschalk

Neben dem großen Schwimmbereich sind auch das Lehrbecken und der Bereich für Kleinkinder "außer Betrieb." Voraussichtlich am 20. November sollen die Vereine wieder den Sportbetrieb aufnehmen können. "Einen Tag später können wieder die Bürger das Bad nutzen", erklärt Schwimmbadleiter Peter Antweiler, der ergänzend anmerkt: "Wenn alles nach Plan läuft."

Im 25 Meter-Becken werden gerade die Kacheln und Fugen mit Hochdruckreinigern gesäubert. "Kurz bevor die Becken wieder mit Wasser gefüllt werden, wird der gesamte Bereich noch mit einem Algizit behandelt. "Damit wird der Algenbildung entgegengewirkt", so Antweiler. Aber nicht nur die Schwimmbecken werden einer gründlichen Reinigung unterzogen, der Sanitärbereich und die vor einigen Jahren erneuerten Umkleidekabinen werden dabei ebenfalls nicht vergessen. "Den Kabinenbereich machen wir jeden Tag gründlich sauber, das muss hier schon alles tipptopp sein", erläuterte Angelika Schöven, die sich auch bei der großen Reinigungsaktion um ihren Bereich intensiv kümmert.

Auch wenn größere Sanierungsarbeiten an dem seit 1973 fast unveränderten Gebäude noch in den nächsten Jahren anstehen, kleinere Reparaturen werden schon vorgenommen. Dazu gehört die Überprüfung der Beleuchtung genauso wie das Ausbessern beschädigter Kacheln. Betriebsleiter Antweiler stellt klar, dass das Bad unabhängig von den aktuellen Aktivitäten natürlich täglich gereinigt wird: "Hier soll sich ja keiner was wegholen." Auf seine Gäste lässt der frühere Wasserballspieler nichts kommen: "Das sind hier alles nette Leute, da gibt es überhaupt keine Probleme." Während der Woche ist das öffentliche Schwimmen ab 6.30 Uhr möglich. Manche seiner Stammgäste kann Antweiler, der dort seit 17 Jahren tätig ist, zu dieser frühen Zeit schon begrüßen: "Manche warten schon um zehn nach sechs hier, sind dabei fröhlich und können es gar nicht abwarten, ins Wasser zu springen."

Helga Fischer und ihre Freundin sind ebenfalls Stammgäste in dem Hallenbad. Derzeit sitzen sie genau so wie viele andere Badegäste auf dem Trockenen. So ganz ohne ihr geliebtes Hallenbad geht es wohl nicht, denn von der geöffneten Cafeteria beobachten sie das Geschehen im Bad. "Wir sind froh, wenn wir wieder ins Wasser können", freuen sich beide auf das Ende der Arbeiten.

Derzeit vermissen sie sogar das manchmal lautstarke Treiben der Kinder im Bad: "Das stört uns überhaupt nicht, Kinder müssen laut sein, das ist normal." Mit Freude beobachtet Helga Fischer jedes Mal, wie den Kindern das Schwimmen beigebracht wird: "Das ist doch toll und sehr wichtig. Gut dass das hier möglich ist."

(RP)
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