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Duisburg: Mehr Sauberkeit in Marxloh und Hochfeld

Duisburg : Mehr Sauberkeit in Marxloh und Hochfeld

Ordnungsamt, Wirtschaftsbetriebe und Polizei gingen gemeinsam gegen Vermüllung vor.

Das Problem der Vermüllung von Stadtteilen sei nicht einfach zu lösen, meinte Oberbürgermeister Sören Link gestern und fuhr fort: "Wir schauen aber nicht nur hin, sondern wir tun auch was." Gemeinsam mit Polizeipräsidentin Dr. Elke Bartels, der Rechtsdezernentin Dr. Daniela Lesmeister und Thomas Patermann, Vorstand der Wirtschaftsbetriebe Duisburg, stellte Link die Ergebnisse der Aktion "Null-Toleranz - Für mehr Sauberkeit im Ortsteil" vor. Dabei waren Mitarbeiter der Abfallaufsicht gemeinsam mit Kräften des städtischen Sonderaußendienstes und der Polizei in Marxloh einen Monat lang werktags von 12 bis 23 Uhr und sonntags von 12 bis 20 Uhr verstärkt auf den Straßen präsent. Dabei ging es nicht nur darum, wilde Müllkippen zu beseitigen und deren Verursacher zu ermitteln; vielmehr wurden auch alle Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit Verschmutzung des öffentlichen Raumes konsequent geahndet. Wer dabei erwischt wurde, Kaugummi, Obstreste, Zigarettenkippen oder anderes auf die Straße zu werfen, musste ein Verwarngeld bezahlen. Insgesamt wurden vom 1. bis 30. September 3508 Verstöße geahndet. Immer wieder begleiteten Polizeibeamte die Ordnungskräfte bei ihren Einsätzen auf der Straße. Nach Auskunft von Polizeipräsidentin Dr. Elke Bartels sei es dabei nicht zu besonderen Vorkommnissen, das heißt Ausschreitungen zwischen Beamten und Müll-Sündern, gekommen.

Die gleiche Aktion wie in Marxloh wurde vom 5. bis 11. Dezember in Hochfeld durchgeführt. Allein in dieser einen Woche wurden in Hochfeld 110 wilde Müllkippen entdeckt und 958 Verstöße mit Verwarngeldern geahndet.

Zugleich mit diesen Druckmaßnahmen gegen Umweltsünder verkürzten die Wirtschaftsbetriebe die Abstände ihrer regelmäßigen Müllabfuhren. Thomas Patermann sagte gestern, dass es bei der Aktion nicht nur um saubere Straßen, sondern um die Stadtbildpflege als Ganzes gehe.

OB Link ergänzte: "Das Erscheinungsbild eines Stadtteils hat auch etwas mit der dort herrschenden Kriminalität zu tun." Ist mal ein Fenster zerbrochen, droht die Wiederholung und damit die Abwertung des Wohnquartiers.

Daniela Lesmeister kündigte "Null-Toleranz"-Aktionen auch fürs nächste Jahr für jeweils eine Woche an. Und zwar: Im Januar in Marxloh, im Februar in Mittelmeiderich, im März in Hochfeld, im April in Beeck, im Mai wieder in Marxloh und im Juni in Rheinhausen.

(pk)