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Duisburg: Mehr Fälle häuslicher Gewalt

Duisburg : Mehr Fälle häuslicher Gewalt

Im vergangenen Jahr verzeichnete die Polizei in Duisburg rund 156 000 Einsätze – etwas weniger als 2010. Zugenommen haben dagegen Fälle häuslicher Gewalt, Festnahmen und Widerstand gegen Polizeibeamte.

Im vergangenen Jahr verzeichnete die Polizei in Duisburg rund 156 000 Einsätze — etwas weniger als 2010. Zugenommen haben dagegen Fälle häuslicher Gewalt, Festnahmen und Widerstand gegen Polizeibeamte.

Im Duisburger Polizeipräsidium sind 2011 etwa 241 000 Anrufe eingegangen, aus denen sich 156 012 Polizeieinsätze ergaben. Das waren 1531 weniger als 2010. Knapp zwei Drittel der Anrufe kamen über den Notruf 110. Wie im Vorjahr verteilen sich die Einsätze relativ gleichmäßig auf die beiden Polizeiinspektionen Nord (48 Prozent) und Süd (52 Prozent).

Das etwas höhere Einsatzaufkommen südlich der Ruhr ist mit der Zuständigkeit für die Innenstadt zu erklären. Wenn "Täter am Ort" gemeldet wurden, waren die Streifenwagen im vergangenen Jahr im Schnitt in unter sieben Minuten am Tatort, bei Verkehrsunfällen mit Personenschäden brauchten die Polizisten durchschnittlich weniger als neun Minuten.

Alkoholisiert und polizeibekannt

Einsätze unter dem Stichwort "häusliche Gewalt" haben gegenüber dem Vorjahr um 39 Fälle zugenommen: 679 mal musste die Polizei Beziehungsstreitigkeiten schlichten. Der kontinuierliche Anstieg solcher Aggressionsdelikte zeichnet sich auch bei den Angriffen auf die Polizisten selbst ab: Bei 230 Widerständen wurden insgesamt 332 Polizisten des Streifendienstes verletzt. Die Mehrzahl der Täter (57 Prozent) war dabei alkoholisiert, männlich, erwachsen und polizeibekannt.

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Mit 3491 Festgenommenen hatte die Duisburger Polizei 2011 deutlich mehr Menschen ins Polizeigewahrsam gebracht als 2010 (2618). 67 Tatverdächtige wurden durch Kräfte der Diensthundestaffel gestellt. Durchschnittlich dreimal täglich fahndeten die Beamten nach vermissten Personen, 1790 Mal rückten sie zu einer Alarmauslösung aus. Großeinsätze, wie Kuren-Demos, Rechts- oder Linksdemonstrationen oder Kontroll- und Präsenzmaßnahmen im Rotlicht- und Rockermilieu forderten neben wiederkehrenden Einsatzanlässen wie Bundesliga-Spielen und Karnevalumzügen, einen hohen Personalaufwand.

Dazu kamen mehrere Projekte (Marxloh, Raserszene L1 in Hamborn, Altstadt/Dellviertel und Hochfeld), bei denen die Polizei durch vermehrte Präsenz an Brennpunkten die Sicherheit verstärkte. Hierfür wendete die Behörde über 51000 Personalstunden auf.

Hundertschaft

Bei diesen Einsätzen war häufig die Duisburger Hundertschaft eingebunden, die darüber hinaus mit über 80 000 Einsatzstunden deutlich mehr als im Vorjahr (knapp 60 000) an zahlreichen bundesweiten Einsätzen — oftmals auch an Wochenenden — beteiligt war.

(RP/rl)