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Duisburg: "Maxi-Musik" startet in eine neue Saison

Duisburg : "Maxi-Musik" startet in eine neue Saison

Die Konzertreihe in der Ruhrorter Maximilian-Kirche, die im Kulturhauptstadtjahr gegründet wurde, beginnt ihre neue Saison am 16. Februar. Bis zum 24. November gibt es ein abwechslungsreiches Programm mit neuer und alter Musik.

Die vom Kreativkreis Ruhrort im Jahr nach der Kulturhauptstadt gegründete und seitdem jährlich veranstaltete Konzertreihe "MAXI-Musik" startet mit einem Auftritt des Ensembles "provocale" am 16. Februar in die neue Konzertsaison. "Singet dem Herrn - BACH²" heißt das Orgel- und Chorprogramm des etwa 20-köpfigen Ensembles aus Düsseldorf, mit dem es um 19 Uhr in der St.-Maximilian-Kirche zu Ruhrort gastiert.

"Bach ist Anfang und Ende aller Musik", stellte der Komponist Max Reger fest. Die achtstimmige Motette "Singet dem Herrn ein neues Lied" (BWV 225), der das Konzert seinen Titel verdankt, ist eine der komplexesten Kompositionen in Johann Sebastian Bachs Schaffen. Werke von Frank Martin, Samuel Barber, Dieter Schnebel und Kurt Nystedt als weitere Kompositionen des Abends lassen den Einfluss Bachs auf geistliche Komponisten des 20. Jahrhunderts spüren. Das Chorprogramm wird durch Orgelwerke sinnhaft ergänzt.

Die Ruhrorter Musikerinnen Regina Beste-Henke und Bettina Henke zeichnen als Künstlerische Leitung von Beginn an der Veranstaltungsreihe sowohl für die Auswahl der Konzerte als auch für die Verpflichtung der Künstler verantwortlich. "Die wunderschöne 'Maxi-Kirche' eignet sich hervorragend für Konzerte", schwärmt Beste-Henke, "nicht zuletzt wegen der hochwertigen Seifert-Orgel." So wird die Orgel beim besagten Bach-Konzert am 16. Februar durch Andreas Fröhling ebenso zu hören sein, wie einen Monat später am 17. März. Dann nämlich wird der renommierte Organist Wolfgang Abendroth Petr Ebens großes Orgelwerk von 1987 unter dem Titel "HIOB" geben. Begleiten wird ihn beim "Werk für Orgel und Sprecher" der Schauspieler Wolfram Boelzle.

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Im Laufe der ersten beiden Veranstaltungsjahre ein wachsendes Publikum erreicht werden. "Die letzten Konzerte waren mit über 100 Gästen erfreulich gut besucht. Das zeigt, dass die Konzertreihe angenommen wird und das Publikum über Ruhrort hinaus anzieht", so Henke weiter. Mit einer Hommage an die Legende des argentinischen Tangos, den Komponisten und Bandoneonvirtuosen Astor Piazzolla, gastiert am 16. Juni das "Quintetto Ultimo Tango" in der Ruhrorter St.-Maximilian-Kirche. Das Programm wird einen Querschnitt aus Piazzollas Werken bieten, darunter Stücke wie die "Vier Jahreszeiten in Buenos Aires" oder "Adios nonino" sowie die Balladen "Soledad" und "Michelangelo 70". Mit Salonmusik des 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts geht es am 13. Oktober weiter. Dann steht das zehnköpfige "Salonorchester Oberhausen" unter der Leitung von Sergej Gavrilin und dem Titel "Herbstgold - Klassiker der Salonmusik" spielend vor dem Altar der "Maxi-Kirche". Das Orchester arbeitet regelmäßig mit Gesangssolisten und -solistinnen aus der Oper Gelsenkirchen sowie mit Chören zusammen.

Den Schlusspunkt der diesjährigen Konzertsaison setzen Regina Beste-Henke (Gesang) und Bettina Henke (Gitarre) zusammen mit Ingo Voelkner (Blockflöten) am 24. November selbst: "The dark is my delight - Klänge der Nacht" ist der Abend überschrieben, der Kompositionen der Renaissance und des 20. Jahrhunderts miteinander verbindet. Ob Schlaflied, das sanft in die Nacht entführt, ob zauberhafter Nachtigallengesang oder das unbestimmte Zwielicht der Dämmerung, in dem Fantasie und Wirklichkeit verschwimmen, die Musik spielt mit Wahrnehmungen und Höreindrücken und bleibt letztlich unentschieden.

"Dies alles wäre nicht möglich, wenn die katholische Kirchengemeinde St. Maximilian und insbesondere die Sponsoren des Kreativkreises Ruhrort, allen voran Haniel, die Konzertreihe nicht so großzügig und unkompliziert unterstützen würde", betont Beste-Henke lobend das einzigartige bürgerschaftliche Engagement im Kreativquartier Ruhrort. "'Wir in Ruhrort - Gemeinsam nach vorn' ist eben keine bloße Floskel", sagt sie, "sondern eine Initiative vieler in diesem Hafenstadtteil."

(RP)