Duisburg: Massenpanik Selbsthilfe mit neuer Struktur

Duisburg : Massenpanik Selbsthilfe mit neuer Struktur

Der Verein "Massenpanik Selbsthilfe", der sich bisher als Zusammenschluss Verletzter und Traumatisierter der Loveparade-Katastrophe verstand, hat sich neu strukturiert. Er will nun auch verstärkt Hinterbliebene und ihre Familien mit einbeziehen.

Beim jüngsten Treffen in Duisburg hat sich der Verein in "Loveparade Selbsthilfe — Verein der Hinterbliebenen und Verletzten des 24. Juli 2010 und ihrer Angehörigen" umfirmiert.

Geführt wird er von einer Doppelspitze. Sabine Siebenlist (Hinterbliebene) und Jürgen Hagemann (Angehöriger einer Verletzten) leiten den Verein gemeinsam. Eine weitere Neuerung, die den Verein bei der Wahrnehmung seiner Mitgliederinteressen durch externen Sachverstand verstärken soll, ist die Einrichtung eines Beirats. Der Beirat setzt sich aus Experten verschiedener Sachgebiete zusammen und soll themenbezogen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Mitglieder des Beirats sind Annegret Keller-Steegmann (Kultur), Elisabeth Höller (Kultur), Sybille Jatzko (Therapeutin), Lothar Evers (Journalist), Dr. Julius Reiter (Jurist), Prof. Henning Ernst Müller (Jurist). Dabei soll es auch um Entschädigungen, die Gedenkstätte, gemeinsame Gedenkveranstaltungen und zukünftige Treffen gehen.

(RP/rl)
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