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Duisburg: Marx' Anwalt klagt gegen Lesmeister

Duisburg : Marx' Anwalt klagt gegen Lesmeister

Außerdem ist gegen die fristlose Kündigung Klage eingereicht worden.

Der Fall Frank Marx wird vor Gericht fortgesetzt, das steht nun fest: Denn der Rechtsbeistand des ehemaligen ärztlichen Leiters des Rettungsdienstes der Stadt, Peter Bühner, hat gegen die fristlose Kündigung am Freitag Klage beim Duisburger Arbeitsgericht eingereicht. Der Anwalt geht davon aus, dass das Gericht in den nächsten Tagen einen weiteren Gütetermin ansetzen wird. Das Verfahren wird damit in eine Kündigungsschutzklage umgewandelt.

Am Mittwoch hatte das Arbeitsgericht die Verhandlung über die Klage gegen die Suspendierung und das Hausverbot vertagt. Die fristlose Kündigung hatte der Vertreter der Stadt, Rechtsanwalt Rainer Kienast, bei Gelegenheit schon angekündigt.

Und noch ein Nebenschauplatz wird eröffnet: Die Partei Marx klagt nun auch gegen die Rechtsdezernentin der Stadt, Dr. Daniela Lesmeister, wegen Verleumdung und übler Nachrede. Das teilte Marx' Anwalt Bühner gestern auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Lesmeister hatte in der WDR-Lokalzeit vom vergangenen Mittwoch den gekündigten Rettungsdienstleiter mit einer städtischen Politesse verglichen, die ein falsch parkendes Auto aufschreibt und sich das Bußgeld auf ihr Konto überweisen lässt. Bühner hatte stellvertretend für seinen Mandanten eine Entschuldigung gefordert. Nun habe Lesmeister über ihren Anwalt erklären lassen, dass sie die Äußerung nicht zurücknehmen werde. Daher muss sie mit einer Strafanzeige rechnen. Spätestens morgen soll diese nach Angaben des Anwalts erstattet werden.

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Auch gegen Marx liegt eine Strafanzeige vor. Die Stadt Duisburg hatte bereits am 10. September Strafantrag gestellt, weil er angeblich ein in Deutschland nicht zugelassenes Medikament an seine Patienten verabreicht und an einer pharmazeutischen Studie teilgenommen haben soll.

(RP)