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Maesk plant Logistikzentrum in Duisburg-Walsum auf Logport VI-Gelände

Logport VI : Logistikriese Maersk kommt nach Walsum

Das dänische Containerlogistikunternehmen und Duisport planen ein 100.000 Quadratmeter großes Logistikzentrum auf dem Logport VI-Gelände in Walsum. 350 neue Arbeitsplätze sollen dadurch entstehen.

Die weltgrößte Containerreederei Maersk aus Dänemark plant ein neues Vertriebszentrum am Duisburger Hafen. Die neue Halle solle „zügig geplant und fertiggestellt werden“. Das teilte der Hafen am Donnerstag mit. Insgesamt werde Maersk eine über 100.000 Quadratmeter große Fläche auf Logport VI übernehmen. Die Vertragsverhandlungen hierzu befänden sich „in der finalen Phase“. Die Ansiedlung sei mit mehr als 350 neuen Arbeitsplätzen verbunden.

Auf dem knapp 43 Hektar (60 Fußballfelder) großen Gelände, das über eine 500 Meter lange Kaimauer verfügt, entstehe ein trimodaler Logistikstandort inklusive eines Containerterminals. Trimodal bedeutet eine dreifache Anbindung über Schiene, Straße und auf dem Wasserweg. Der Standort in Walsum gelte nach Angaben des Hafens nach Logport I in Rheinhausen als das zweitgrößte Projekt der Duisburger Hafen AG in den vergangenen 20 Jahren.

„Unsere Kunden brauchen mehr als die reine Transportdienstleistung von Hafen zu Hafen. Indem wir sie über die gesamte Transportkette von Tür zu Tür begleiten, schaffen wir für unsere Kunden echten Mehrwert. Uns freut es sehr, dass wir mit Duisport einen Partner gefunden haben, der diese ausgesprochene Kundenorientierung versteht und uns an diesem attraktiven Standort die infrastrukturellen Voraussetzungen dafür schafft“, sagt Jens-Ole Krenzien, Vice President North West Continent Region bei Maersk.

„Logport VI ermöglicht langfristige und nachhaltige Wettbewerbsvorteile. Das neue Containerterminal direkt am Rhein, die direkte Anbindung an intermodale Transportketten im europäischen Hinterland, genauso wie nach Asien, sind Pluspunkte im internationalen Wettbewerb. Die Ansiedlung von Maersk zeigt, dass am Logistik-Hub Duisburg für die Großen der Branche kein Weg vorbeiführt“, sagt Hafen-Chef Erich Staake.

„Das Engagement auf Logport VI steht im Einklang mit unserer Strategie, weltweit integrierte Logistik­lösungen für unsere Kunden zu ermöglichen. Duisburg ist als führender Logistik-Hub in Zentraleuropa für dieses Vorhaben ein idealer Standort“, ergänzt Jens-Ole Krenzien.

Mit der Ansiedlung von Maersk und bisher akquirierten Investoren entstünden insgesamt über 600 neue Arbeitsplätze im Duisburger Hafen. Nach Vertragsabschluss sowie nach Erhalt aller erforderlichen Genehmigungen werde Maersk in zwei Phasen einen großen Distributions- und Warehousekomplex entwickeln.

Auf über 100.000 Quadratmetern werde das Unternehmen einen großen Teil der Gesamtfläche in Anspruch nehmen. In einer weiteren Ausbaustufe könnten noch einmal 50.000 Quadratmeter hinzukommen. „Nach Ankauf des Areals hatte ich als Zielsetzung angegeben die frühere Beschäftigtenzahl der Papierfabrik (300 Arbeitsplätze) zu verdoppeln. Diese Prognose werden wir mit der Maersk-Ansiedlung übertreffen“, erklärt Staake.

(mtm)