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"MachBar" zieht in die Bibliothek

Stadtfenster : „MachBar“ zieht in die Bibliothek

Die Zentralbibliothek an der Steinschen Gasse ist seit Freitag um ein Highlight reicher. In der „MachBar“ können die Duisburger nun moderne Technologien wie 3D-Drucker und Greenscreens ausprobieren.

Die Duisburger Zentralbibliothek erweitert ihr Angebot und eröffnet einen kreativen, digitalen Workspace, die sogenannte „MachBar“. Besucher haben an diesem Ort die Möglichkeit, digitale Techniken auszuprobieren und auf kreative Art und Weise eigene Ideen zu verwirklichen, und das in einem interaktiven Umfeld.

Zu der Eröffnung des Makerspace, im dritten Obergeschoss der Zentralbibliothek, betont Jan-Pieter Barbian, Direktor der Stadtbibliothek, dass man vor allem versuche, „Menschen zusammenzubringen“ und dem Image einer Smart City gerecht zu werden. Das Thema soziale Gerechtigkeit spiele eine große Rolle bei diesem Projekt, da allen Duisburgern, aber auch interessierten Externen, die Möglichkeit gegeben werden soll, neuste Technologien kennen- und nutzen zu lernen.

In der „MachBar“ können Besucher beispielsweise einen 3D- Drucker nutzen, mit einem Greenscreen arbeiten und eine VR-Brille ausprobieren. Auch die Möglichkeit, alte Medien zu digitalisieren, bestehe in der Duisburger „MachBar“, so Barbian. Man könne alte Fotos und Dias einscannen und aufwerten, sowie Schallplatten, CD’s und Kassetten digitalisieren. Tobias Hogegang, Bibliothekar der Zentralbibliothek Duisburg, sagt, dass man so die Möglichkeit habe, „Schätze aufzubewahren“.

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Die Nutzung der Geräte sowie der Zugang zu der „MachBar“ ist Mitgliedern der Bibliothek gestattet. Eine Anmeldung ist aktuell erforderlich, die telefonisch oder vor Ort geschehen kann. Die erste organisierte Veranstaltung wird am Freitag, 18. September, um 14 Uhr ein 3D-Drucker-Workshop sein, bei dem man eine „Lizenz zum Drucken“ erwerben kann, sagt Marita Dubke, Leiterin der Zentralbibliothek Duisburg.

„Die ,MachBar’ soll moderne Technik und einen physischen Austausch kombinieren“, sagt Barbara  Hayck, Veranstaltungsmanagerin der Zentralbibliothek, „und damit die digitale Teilhabe zu einem gemeinsamen Erlebnis umformen“. Die Digitalisierung von Medien sowie das Nutzen von neuen Technologien sei eine Investition für die Zukunft. Astrid Neese, Bildungsdezernentin der Stadt Duisburg, unterstreicht, dass man durch die „MachBar“ vieles neu aufarbeiten und durch „modernste Technik“ neue Konzepte und Ideen entwickeln könne.

Ein Austausch soll durch Workshops ermöglicht werden. Das Konzept sei „Wissen zu generieren“ und dieses „zu teilen“. Dieses Angebot sei für Duisburg genau das richtige, so Dubke. Hogeweg, Ansprechpartner für den Makerspace, sagt, dass der Ort vor allem dazu da sei, „gemeinsames Arbeiten in einer kreativen Umgebung“ zu ermöglichen und Hemmschwellen gegenüber neuen Technologien abzubauen.“

Die „MachBar“ soll zukunftsfähig sein. Nicht nur der digitale Fortschritt spielt eine Rolle, auch das Thema Nachhaltigkeit ist zentral. Man „habe Interesse an vielseitigen Themen“, eine Kooperation mit Duisburger Bio-Läden sei auch geplant. Man überlege beispielsweise einen Workshop zur Herstellung von Bioseife zu machen. Perspektivisch sei viel möglich, man warte auch auf Input von außen, sagt Hogeweg.

Neben Workshops zur Nutzung des 3D-Druckers sowie der Möglichkeit, sich für Nutzungs-Zeitfenster einzutragen, seien viele Projekte für die Zeit nach Corona geplant, so Barbian. Man plane unter anderem analoge Bastel-Workshops.

Die Duisburger Zentralbibliothek ist ein lebendiger Ort, unter normalen Umständen ist die Auslastung von neuen Angeboten sehr hoch. Doch durch die Pandemie ist nun vieles anders. Sie hätten gehofft, sehr viel früher mit Veranstaltungen in der „MachBar“ beginnen zu können, doch dann sei Corona gekommen, sagt Barbara Hayck.

Interessierte können sich während der „aktiven“ Zeiten des Makerspace  informieren und die angebotenen Technologien kennenlernen.

Aktive Zeiten: Dienstags, Mittwochs und Freitags: 14 bis 17 Uhr/ Donnerstags von 14 bis 19 Uhr