Duisburg: Loveparade-Prozess: Gericht weist Anträge ab

Duisburg: Loveparade-Prozess: Gericht weist Anträge ab

Das Landgericht Duisburg will den Prozess um die Loveparade-Katastrophe vorantreiben. Der Vorsitzende Richter Mario Plein lehnte am Mittwoch zahlreiche Anträge der Verteidiger, die das Ende des Prozesses oder zumindest die Aussetzung gefordert hatten, als unbegründet oder zu unbestimmt ab. Die Verteidiger scheiterten auch mit der Forderung, 33 Aktenordner des NRW-Innenministeriums zum Polizeieinsatz bei der Loveparade 2010 hinzuziehen.

Richter Plein wies am vierten Verhandlungstag in der Messe Düsseldorf fast alle Anträge der Verteidiger ab. Auch eine zweite Besetzungsrüge der Anwälte kam bei ihm nicht durch. "Eine Aussetzung des Verfahrens kommt nicht in Betracht", sagte Plein. Im Hinblick auf den Termindruck sagte er, dass auch eine Unterbrechung des Verfahrens nicht erforderlich sei. Alle Prozessbeteiligten hätten genug Zeit, sich in die Akten einzuarbeiten. Die 33 Ordner des Innenministeriums seien "verfahrensfremde Akten" und böten kaum Anhaltspunkte zur Aufklärung.

(RP)