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Loveparade-Gelände Duisburg: "Urbanes Wohnquartier" am alten Güterbahnhofsgelände

Nach MultiCasa, Möbelhaus und DOC : „Urbanes Wohnquartier“ am alten Güterbahnhofsgelände

Welche Nutzungs- und Gestaltungsmöglichkeiten es für die Brachfläche des ehemaligen Güterbahnhofsgeländes gibt, darüber diskutierten jetzt Unternehmer und Fachexperten im Rahmen einer Ideenwerkstatt der Niederrheinischen IHK.

Nach langen Jahren des Stillstands soll die Fläche bekanntlich entwickelt werden.

Unternehmer aus der Immobilienwirtschaft diskutierten mit eingeladenen Fachexperten über denkbare Nutzungen, der städtebaulichen Verknüpfung der Fläche mit der Innenstadt sowie zur verkehrlichen Anbindung. Roter Faden aller Werkstattbeiträge sei der Wunsch nach einem urbanen Stadtquartier mit Wohnungen sowie Büro- und Dienstleistungsnutzungen gewesen, teilte die IHK am Mittwoch mit. Gleichzeitig solle das Gelände durch einen hohen Grünanteil Freizeitwert besitzen. Einig seien sich die Unternehmer auch darin gewesen, die Gedenkstätte zum Loveparade-Unglück als „integralen Bestandteil der Nutzungskonzeption“ zu berücksichtigen. Experten der Stadtverwaltung verdeutlichten den Beteiligten, dass aufgrund der Lage des Geländes viele Restriktionen zu beachten seien, die die Rahmenbedingungen der Entwicklung bestimmen – zum Beispiel die von der Autobahn und der Bahnstrecke ausgehenden Lärmemissionen.

Die Ergebnisse der Ideenwerkstatt werden durch die IHK in Zusammenarbeit mit den Fachexperten zusammengefasst. Diese werden als Handlungsempfehlungen der Stadt Duisburg übergeben und in den noch stattfindenden öffentlichen Beteiligungsprozess eingebracht. „Wir sind froh, dass mit dem Kauf des Güterbahnhofgeländes durch die Gebag nun endlich der Startschuss für die Entwicklung dieser für die Stadt so bedeutsamen Fläche erfolgt ist“, erklärte Andree Haack, Wirtschaftsdezernent der Stadt Duisburg. „Wir möchten die Ideenwerkstatt nutzen, um der Stadt Duisburg für das weitere Planungs- und Beteiligungsverfahren Handlungsempfehlungen aus unternehmerischer Sicht an die Hand zu geben“, so Michael Rüscher, Leiter des Bereiches Unternehmens-Service International bei der IHK.

(mtm)