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Hafen in Duisburg: Logport IV ist nicht das letzte Logport

Hafen in Duisburg : Logport IV ist nicht das letzte Logport

Die Duisburger Hafen AG baut immer mehr auf Logistikflächen außerhalb Duisburgs. Logport IV in Kamp-Lintfort steht jetzt in den Startlöchern, mit Evonik wurde eine Kooperation vereinbart.

Gewerbeflächen in Duisburg sind mittlerweile rar geworden. Eine jüngste Umfrage der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GFW) in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer ergab, dass selbst Handwerksbetriebe Schwierigkeiten haben, in Duisburg noch adäquate neue Gewerbeflächen zu finden. Das gilt erst recht für große Logistikflächen, wie sie die Hafen AG benötigt.

Deshalb ist Duisport-Chef Erich Staake schon seit Jahren dabei, Kooperationen in der Nachbarschaft zu schmieden.

Inzwischen ist auch die Verwirklichung des interkommunalen Logistikzentrums Logport IV in Kamp-Lintfort einen wesentlichen Schritt vorangekommen. Der Aufsichtsrat der Logport Ruhr GmbH, ein Beteiligungsunternehmen der Duisburger Hafen AG und der RAG Montan Immobilien GmbH, hat die entscheidenden Beschlüsse zu Logport IV gefasst. So wurde jetzt der städtebauliche Vertrag unterzeichnet.

Logport Ruhr wird den 30 Hektar großen Standort mit Unterstützung der wir4-Wirtschaftsförderung (Moers, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg) vermarkten. Der Fokus liegt auf Unternehmen der wertschöpfenden Logistik sowie auf Handels- und Produktionsunternehmen mit einem erhöhten Flächen- und Logistikbedarf. "Der ehemalige Kohlenlagerplatz ist als Standort für ein Logistikzentrum ideal. Ich erhoffe mir daher einige hundert neue Arbeitsplätze", betont Kamp-Lintforts Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt.

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Ein entscheidender Vorteil des Standorts an der Norddeutschlandstraße liegt in der bimodalen Erschließung. Neben einer direkten Abfahrt vom Autobahnzubringer B 528, die durch die Logport Ruhr noch gebaut wird, punktet die Fläche gleichzeitig durch einen Bahnanschluss. Dadurch besteht eine direkte Verbindung mit der Logistikdrehscheibe Duisburger Hafen sowie eine optimale Anbindung an das internationale Verkehrsnetz.

"Durch die Vernetzung mit der Logistikdrehscheibe Duisport wird Logport IV an die internationalen Märkte angebunden. Damit wollen wir nicht nur die Attraktivität der Logistikflächen steigern, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Wirtschafts- und Logistikstandortes Rhein-Ruhr leisten", so Hafen-Chef Erich Staake. Momentan wird Planungsrecht für den Standort geschaffen. In der zweiten Jahreshälfte steigt Logport Ruhr, flankiert durch die wir4-Wirtschaftsförderung, aktiv in die Werbung und Vermarktung ein. Die Marke "Logport" ist durch die Aktivitäten in den vergangenen Jahren so erfolgreich geworden, dass Logport V, VI und VII wohl schon bald aus der Taufe gehoben werden.

Außerdem bauen die Evonik Industries AG und die Duisburger Hafen-Gruppe ihre Zusammenarbeit weiter aus. Thomas Wessel, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Evonik und Hafen-Chef Staake unterzeichneten hierzu jetzt eine entsprechende Vereinbarung in Essen.

Ziel der Partnerschaft ist die Entwicklung moderner Logistikkonzepte und nachhaltige Standortentwicklung. "Wir freuen uns darüber, die bisher so erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Duisburger Hafen zu erweitern und langfristig zu stärken. Durch die Kooperation werden wir die Wettbewerbs- und Kostensituation in der Logistik von Evonik verbessern. Außerdem werden wir einen nachhaltigen Beitrag zur Entwicklung der Wachstumsregion NRW leisten", erklärt Thomas Wessel.

Hier geht es zur Infostrecke: Duisburger Hafen: Verkauft der Bund seine Anteile? Eine Chronologie.

(RP)