Duisburg: Logistiker wächst weiter

Duisburg : Logistiker wächst weiter

Das global operierende Unternehmen Kühne + Nagel hat nach einer Erweiterung der Nutzfläche nun sein größtes Logistikzentrum auf dem logport I-Gelände in Rheinhausen. Donnerstag wurde der Bau feierlich eröffnet.

Das Logistikdienstleistungsunternehmen Kühne + Nagel hat seine Lagerflächen in Duisburg weiter ausgebaut. Am Donenrstag wurden drei neue Hallen und ein Bürokomplex feierlich von Klaus-Michael Kühne, dem Mehrheitseigner des Unternehmens, Geschäftsführer Hans-Georg Brinkmann und Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG, eröffnet.

Oberbürgermeister Sören Link, der kurzerhand seine Termine verlegte, um an der Veranstaltung teilnehmen zu können, dankte Kühne + Nagel für die "Werbung für den Wirtschaftsstandort Duisburg". Im Jahre 2003 habe der Logistikdienstleister mit anfangs 25 000 Quadratmeter Fläche zu "den Pionieren in logport" gehört. Nach drei weiteren Ausbauabschnitten und mit dem nun entstandenen Neubau umfasst die Gesamtfläche in Rheinhausen jetzt ganze 185 000 Quadratmeter. "Das sind Superlative. Als Oberbürgermeister gefällt mir das natürlich sehr gut", so Link.

Auch Erich Staake hob die Bedeutung von Kühne + Nagel für den Standort hervor. "Die Zusammenarbeit ist von großem Vertrauen geprägt", sagte er. In dem neu entstandenen, hochmodernen Komplex, der innerhalb eines Jahres hauptsächlich vom Bauunternehmen Hellmich errichtet wurde, führt die Logistikfirma im Auftrag des Familienunternehmens SC Johnson die Kommissionierung, Lagerung und Distribution von Reinigungs- und Pflegemitteln durch.

Vertrauen in den Standort

Klaus-Michael Kühne ist von den zusätzlichen Möglichkeiten, die sich durch die Investition ergeben, überzeugt: "Wir verfügen nun über ein hochfunktionelles Logistikzentrum in der Region mit der größten europäischen Binnendrehscheibe. Das bestätigt das Vertrauen, das wir in den Standort haben." Die erste Investition in Duisburg tätigten die Verantwortlichen von Kühne und Nagel vor fast genau 20 Jahren in Kaßlerfeld. Dort entstanden 68 000 Quadratmeter Lagerungsfläche.

Die Entwicklung auf dem logport-Gelände begann im Jahr 2000. Im Wesentlichen war es Erich Staake, der den Weg für Ansiedlung und Expansion des Unternehmens bereitete und so dafür sorgte, dass logport heute der herausragende Investitionsstandort von Kühne und Nagel ist. Der Unternehmenschef kündigte an, nach der Expansionsphase nun zunächst innezuhalten und eine Konsolidierung vorzunehmen. Schließlich müsse man sich mit Blick auf die hohe Verschuldung der EU-Staaten bewusst auf mögliche Krisen einstellen. Trotz stagnierenden Marktes sieht Kühne aber Wachstumsmöglichkeiten. "Die Pharmaindustrie hat beispielsweise ein großes Kundenpotenzial", sagte er. Außerdem werde man verstärkt auf den Transport verderblicher Waren setzen.

(RP/ac)
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