Duisburg: Lise-Meitner-Schule bereit für Umzug

Duisburg: Lise-Meitner-Schule bereit für Umzug

An der Lise-Meitner-Gesamtschule in Rheinhausen herrscht Aufbruchstimmung. Nachdem am Montag auch der Rat der Stadt einstimmig grünes Licht für die Nutzung des Schulgebäudes an der Ulmenstraße und die Erhöhung der Zügigkeit gegeben hat, sind Kollegium und Schulleitung voller Tatendrang.

"Wir erwarten für unsere Schule einen enormen Entwicklungsschub", sagt Schulleiter Jürgen Petrasch.

Eine Mensa muss her

Wie berichtet soll nach dem Umzug der Willi-Fährmann-Realschule an den Körnerplatz das Gebäude an der Ulmenstraße von den Klassen fünf bis sieben, die derzeit noch im Hauptgebäude der Gesamtschule an der Lessingstraße Unterricht haben, genutzt werden. Die Oberstufe, die im Willy-Brandt-Berufskollegs an der Krefelder Straße untergebracht ist, soll fortan an der Lessingstraße unterrichtet werden. Zudem wird die Sekundarstufe I ab dem neuen Schuljahr dauerhaft fünfzügig, die Sekundarstufe II vierzügig geführt.

Bis dahin gibt es jedoch viel zu tun. Aufgabe der Stadt wird es sein, in den Sommerferien die baulichen Voraussetzungen zu schaffen: An der Ulmenstraße wird eine Mensa gebraucht, um die Mittagsversorgung der Kinder im Offenen Ganztag sicherzustellen. Zwei Möglichkeiten gibt es: Entweder wird dafür die bestehende Lehrküche aufgelöst. "Das hätten wir nicht so gerne, weil dann kein Hauswirtschaftsunterricht mehr möglich wäre", sagt Martina Seifert, Leiterin der Sekundarstufe I. Oder der Kiosk wird erweitert, und zwei Klassenräume werden zu Essräumen umgestaltet.

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Schulleiter Petrasch rechnet nicht damit, dass die Bauarbeiten bis zum Ferienende abgeschlossen sind. Er peilt einen Umzug vor oder nach den Herbstferien an. Und dann sollen erst einmal auch nur die Klassen fünf und sechs an die Ulmenstraße ziehen. "Die jetzige sechste, dann siebte Klasse wäre nur ein Dreivierteljahr in dem neuen Gebäude und müsste dann schon wieder zur Lessingstraße zurückkehren. Das macht wenig Sinn", so Petrasch.

Schüler werden einbezogen

Sobald der Umzug an die Ulmenstraße über die Bühne ist, soll die Oberstufe an die Lessingstraße ziehen. Wegen der erhöhten Zügigkeit sind auch hier Umbauten nötig: Unter anderem müssen zwei neue Klassenräume her. Möglich wäre beispielsweise, das eh zu kleine Lehrerzimmer zu verlegen und hier zwei neue Räume zu schaffen.

Für das Kollegium wird es auf jeden Fall eine arbeitsreiche Zeit. "Aber wird haben uns das ja gewünscht. Wir nehmen die Mehrarbeit gerne in Kauf", sagt Lehrer Christian Goike. Und auch die Kinder sollen mit einbezogen werden: Die diesjährige Projektwoche wird unter dem Thema Umzug stehen.

(RP)
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