Lions-Club Rheinhausen feiert 50. Geburtstag

Ein Blick zurück : Lions-Club Rheinhausen feiert 50. Geburtstag

Der Lions-Club Duisburg-Rheinhausen feiert Jubiläum. Alles begann in einer Zahnarztpraxis.

Es waren die späten 60er, die Zeit der Studentenrevolution. Auf den Straßen wurde gegen das Establishment demonstriert, Antiamerikanismus stand hoch im Kurs. Und so erscheint es zunächst ein wenig ungewöhnlich, dass der Zahnarzt Doktor Rudolf Oschika mitten in der Hüttenstadt Rheinhausen am 9. Juli 1969 mit einigen Patienten ausgerechnet einen Lions-Club ins Leben rief. Indes, das Bündnis erwies sich als beständig. 1970 gab es die offizielle Charter-Urkunde. Und so feiern die Rheinhauser „Löwen“ in diesem Jahr zu Recht stolz das 50. Jubiläum - getreu ihrem Motto „We serve“.

Wobei die kommunale Neuordnung 1975 eine Namensänderung erforderlich machte. Damals wurde aus dem Lions-Club Rheinhausen-Niederrhein der Lions-Club Duisburg-Rheinhausen. Kontinuität haben dagegen der persönliche Einsatz und das finanzielle Engagement vor Ort.

Bereits am 13. Juni 1970 wurden die Rheinhauser Lions in die weltweite Bewegung von „Lions International“ aufgenommen. Dabei gebühre dem Gründungspräsidenten Dr. Oschika immer noch der größte Respekt, erinnert „Löwe“ Heinz Remmler. „In einer Zeit, als die Stimmung der 68er grassierte, bekannte er sich mit Freunden zu einer aus Amerika importierten Bewegung, die konsequent einer humanitären Ideologie folgte.“

Der heute zweitälteste Lions-Club der Stadt Duisburg hat derzeit 30 Mitglieder, vom Arzt über den Pfarrer bis zum Juristen sind sämtliche Berufsgruppen vertreten. Ein Drittel sind Frauen. Ursprünglich als reiner Herrenclub gegründet, öffnete man sich 2012 der Damenwelt, erinnert Remmler. Eine gute, eine wegweisende Entscheidung: Im Jubiläumsjahr wurde mit Simone Cruickshank die bereits dritte Präsidentin in Folge gewählt. Sie folgt auf Sylvia Rost-Vargas und auf Silvia Rybka.

Im Lions-Club Rheinhausen hat man sich die unbürokratische schnelle Hilfe aufs Revers geschrieben. Menschen in Not, Behinderte, Kinder und Senioren sind die Zielgruppen. Ausflüge mit den Bewohnern des Heinrich-Tellen-Heims stehen ebenso auf dem Programm wie die Unterstützung des Friemersheimer Kinderheims. Auch der Verein Wulius profitiert von der Hilfsbereitschaft der Löwen. Das meiste Geld kommt durch den Adventskalender zusammen, der alljährlich mit dem Lions-Club Duisburg und dem Leo-Club Niederrhein entsteht.

(kui)
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