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Duisburg: Link verteidigt Stellenstreichungen

Duisburg : Link verteidigt Stellenstreichungen

Oberbürgermeister Sören Link hat die Streichung von 672 Stellen bei der Verwaltung bis zum Jahr 2021 im Rahmen des Haushaltssanierungsplans (HSP) verteidigt. "Ein Stellenabbau ist unvermeidbar und unverzichtbar", erklärte er bei der Versammlung des Personalrats Innere Verwaltung (PVI) am Mittwoch in der Kraftzentrale des Landschaftsparks Nord.

Dabei wurde die Geduld der Beschäftigten in der gut gefüllten Halle auf eine harte Probe gestellt. Wer auf die erste Rede des neu gewählten OB wartete, musste sich in der überheizten Kraftzentrale erst einmal die mehr oder weniger informativen Beiträge aus den verschiedenen Bereichen der Personalvertretung anhören.

Dass die städtischen Bediensteten eine ungemein hohe Erwartungshaltung an ihren neuen Dienstherrn haben, wurde aus vielen Beiträgen deutlich. Rainer Hagenacker, Vorsitzender des Personalrats, sprach von bis zu 1000 Stellen, die wegfallen würden.

Die Forderungen nach mehr Ausbildung und die Übernahme städtischer Azubis, die Forderung nach einem Hausmeister pro Schule und die Klagen über die besonderen Belastungen der Erzieherinnen durch den Ausbau der U3-Betreuung und unzureichende Arbeitsbedingungen in der Verwaltung waren auch in den vergangenen Jahren schon Thema. Das Verwaltungsgebäude Memelstraße in Neudorf sei "ein Fall für die Abrissbirne", wurde moniert.

Link erneuerte sein Versprechen, das er bei seinem Amtsantritt gegeben hatte: "Ich wollte in vielen Ämtern vorbeikommen und die Beschäftigten kennenlernen. Dafür hat die Zeit bisher leider kaum gereicht, aber ich werde das nachholen." Er betonte, dass Duisburg in diesem Jahre eine der ersten Kommunen in Duisburg war, deren Haushaltssanierungsplan genehmigt wurde. "Da können wir auch ein wenig stolz darauf sein."

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Immerhin ermögliche dies die Beförderung von 162 Mitarbeitern in diesem Jahr. Wünschenswert seien sicher noch mehr, aber der eingeschrittene Sparkurs sei unumgänglich. "Die finanzielle Situation der Stadt ist nicht Folge von Missmanagement im Rathaus. Wir bezahlen doch die Wahlgeschenke aus Berlin", so Link. Von den Beschäftigten bekam er symbolisch eine Pflanze, eine Gießkanne und eine Maurerkelle geschenkt. Die Pflanze sei fürs Büro, die Kelle wolle er weitergeben an "jemanden, der sich mit so was auskennt". Links Eingeständnis: "Ich habe zwei linke Hände."

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(mtm)