Duisburg: Letzter Gottesdienst in St. Anna in Neudorf

Duisburg: Letzter Gottesdienst in St. Anna in Neudorf

Nach 53 Jahren , zwei Monaten und 20 Tagen wird sich am kommenden Sonntag, 4. Februar, die St. Anna Gemeinde Neudorf in Duissern von ihrer Kirche verabschieden. Für die Gemeinde, in der immer noch viele leben, die Errichtung und Einweihung der Kirche im Jahre 1953 erlebt haben, stellt dieser Tag den traurigen Höhepunkt einer Entwicklung dar, die sich seit längerem abgezeichnet hat.

Im Rahmen der Neuordnung der Pfarreien im Bistum Essen, sowie der Errichtung der neuen Pfarrei Liebfrauen in Duisburg Stadtmitte, wurde St. Anna vom Bistum Essen den sogenannten „weiteren Kirchen“ zugeschlagen, für die künftig keine Haushaltsmittel mehr zur Verfügung gestellt werden. Diese Entwicklung ist für die Gemeinde umso enttäuschender, da St. Anna, eine Kirche des bekannten Architekten Rudolf Schwarz, eine der bedeutenden Kirchen Duisburg ist und erst im vergangenen Jahr unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Die St. Anna-Kirche ist von ihren Anfängen an immer eine Herzensangelegenheit der ganzen Gemeinde gewesen. Schon zur Finanzierung des Baus der Kirche haben Gemeindemitglieder Geld für Steine in den Haushalten des Stadtteils eingeworben. In den Jahren danach ist die Kirche mit viel Eigeninitiative ausgestattet, verschönert und instand gehalten worden.

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Mit einem feierlichen Abschluss- und Dankgottesdienst am Sonntag um 11 Uhr wird sich die St. Anna Gemeinde von ihrer Kirche verabschieden. Ein Chor, gebildet aus Sängern aus St. Anna und St. Gabriel, der ehemaligen Nachbargemeinde, die nun auch zur Heimat der Christen von St. Anna werden soll, wird die Feier musikalisch verschönern. Am darauffolgenden Sonntag, 11. Februar, wird es um 10.30 Uhr in der St. Gabriel-Kirche einen Begrüßungsgottesdienst für die „Neuen“ geben, der zugleich Auftakt für die „neue“, nun um St. Anna erweiterte Gemeinde St. Gabriel sein wird.

Besonders am Herzen liegt den Mitgliedern St. Anna die Frage, was in Zukunft aus ihrer Kirche, aber auch aus ihrem Pfarrheim werden wird. Im Blick auf die Kirche wünscht sich die Gemeinde, dass sie auch in Zukunft den Menschen zur Verfügung stehen möge. Sowohl auf Bistums- wie auf Pfarreiebene wird aber noch nach überzeugenden Lösungen gesucht.

(RP)
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