Duisburg: Landschaftspark erfolgreich wie nie

Duisburg: Landschaftspark erfolgreich wie nie

Der Lapano kann auf ein erfolgreiches vergangenes Jahr blicken - und in eine vielversprechende Zukunft.

Der Landschaftspark Nord ist eines der beliebtesten Fleckchen Erde in Duisburg - das beweisen die 1.019.391 Millionen Besucher, die im vergangenen Jahr ihren Weg in den Park gefunden haben. Ein deutliches Plus im Vergleich zum Vorjahr: Im Jahr 2015 waren es 945.949 Besucher. Der Lapano schaut nicht nur auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück, sondern ebenso zuversichtlich in die Zukunft. Denn im Dezember erst hat der Regionalverband Ruhr (RVR) die Trägerschaft für die Standorte auf der Route der Industriekultur verlängert.

Mit dem einstimmigen Beschluss verpflichteten sich Land und RVR, die fünf Großstandorte der Route der Industriekultur sowie die 15 regional bedeutsamen Standorte im Emscher Landschaftspark für weitere zehn Jahre zu sichern und zu pflegen - zu den Großstandorten zählt auch der Landschaftspark Duisburg-Nord. "Damit können wir den Park nun für die Zukunft aufstellen und ich bedanke mich ausdrücklich für die persönliche Unterstützung von OB Sören Link in dieser Angelegenheit", sagt Peter Joppa, Geschäftsführer der Duisburg Kontor Hallenmanagement GmbH. "Der Park soll noch lange für Duisburg strahlen."

Dabei begann 2016 eher mau: In den Monaten Januar, Februar und März war der Park so gering besucht, wie nie zuvor. Nur rund 100.000 Gäste konnten gezählt werden. Der Sommer allerdings lockte dann mit gutem Wetter und vielen Veranstaltungen, die sich teilweise als regelrechte Publikumsmagneten entpuppt haben, wie die Besucherzahlen belegen. Der Versuch des Duisburger Reiseveranstalters Schauinsland-Reisen etwa, die höchste Sandburg der Welt zu errichten, lockte im Zeitraum August bis September über 160.000 Neugierige an. Zu den beliebtesten Veranstaltungen zählte auch im Jahr 2016 das Stadtwerke-Sommerkino, das 44.125 Filmfreunde in den Landschaftspark lockte - ein neuer Rekord. Rund 15.000 Musikfans pilgerten zum Traumzeitfestival im Juni.

Als Publikumsmagneten entpuppten sich auch die Führungen durch den Landschaftspark. Insgesamt buchten 30.793 Gäste eine Hütten-, Fackel-, Fahrrad- oder Kinderführung bei der Tour de Ruhr GmbH. Damit konnte erneut eine deutliche Steigerung zum Vorjahr erzielt werden. 2015 zählte die Tour de Ruhr 28.869 Gäste im Besucherzentrum des Parks. Auch die zweite Auflage des Lichtermarktes endete erfolgreich. 25.000 Besucher kamen zu dem Adventsmarkt in der Kraftzentrale.

  • Fotos : Feuerwerk an Riesen-Sandburg in Duisburg

Auch in der Öffentlichkeit bewies der Park seine Strahlkraft: Diverse TV-Sender - darunter RTL, Sixx, SAT 1, Kabel 1, der WDR sowie die BBC drehten für verschiedenste Formate im Lapano. Darüber hinaus erhielt der Park positive Resonanz für seine Präsenz beim NRW-Tag zum 70. Landesgeburtstag in Düsseldorf. Peter Latz, der Landschaftsarchitekt des Parks, veröffentlichte mit dem Buch "RostRot" Einblicke in sein Lebenswerk - die Entwicklungsphase des Landschaftsparks.

Die Belegung der Veranstaltungsstätten verzeichnete 2016 neue Rekorde: Kraftzentrale, Gießhalle, Gebläsehalle und das Außengelände waren an insgesamt 802-mal vermietet gewesen- meist parallel. "So viele Veranstaltungen hatten wir noch nie", blickt Ralf Winkels, der Leiter des Landschaftsparks, zurück auf das vergangene Jahr. "Es gab 2015 schon kaum noch freie Termine." Im Jahr 2015 waren die Veranstaltungsorte 742-mal belegt gewesen.

Trotz ausgebuchtem Kalender verspricht das neue Jahr einige Neuerungen: Mit der "LebensART" kommt im März eine neue Garten- und Lifestylemesse in die Kraftzentrale. Im November dreht sich bei "The Wedding Show by Gala" alles um Hochzeiten. Auch die Sandburg kommt für eine zweite Auflage in den Park. Aber auch Altbewährtes erfährt eine Wiederholung: Das Street Food Festival, die Photo+Adventure, das Traumzeit Festival, die ExtraSchicht, das Sommerkino, die Ruhrtriennale, das 24-Stunden-Mountainbike-Rennen u.v.m.

Aktuell arbeitet der Park an der energetischen und akustischen Sanierung des Hüttenmagazins. Mit bewilligten Fördermitteln aus dem Bundesinvestitionsprogramm für finanzschwache Kommunen setzt der Lapano im Laufe des Jahres außerdem ein Blockheizkraftwerk um und schafft Elektro-Nutzfahrzeuge an. Auch das aktuell demontierte Windrad kommt 2017 wieder an seinen Platz.

(RP)