Urteil am Landgericht Duisburg Frau mit Kantholz erschlagen – Ehemann muss in die Psychiatrie

Duisburg/Mülheim · Ein Mann aus Mülheim an der Ruhr hat seine Ehefrau umgebracht. Nach einem Urteil des Schwurgerichts in Duisburg wird er in die Psychiatrie eingewiesen.

Blick auf das Landgericht Duisburg. (Archivfoto)

Blick auf das Landgericht Duisburg. (Archivfoto)

Foto: Christoph Reichwein (REI)/Reichwein, Christoph (crei)

Nach dem gewaltsamen Tod einer Frau aus Mülheim an der Ruhr ist der Ehemann des Opfers am Dienstag auf unbestimmte Zeit in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen worden. Der Angeklagte hatte seine Frau am 3. März dieses Jahres im Wahn mit einem Baseballschläger und einem Kantholz angegriffen. Laut Urteil schlug er der 50-Jährigen mehrfach auf den Kopf und drückte ihr das Holz anschließend minutenlang auf den Hals. Laut Urteil des Duisburger Schwurgerichts gilt der 56-jährige Deutsche als schuldunfähig. Hintergrund ist eine schwere paranoide Schizophrenie.

Die Ehefrau des Angeklagten hatte noch versucht, sich auf die Gästetoilette zu retten. Doch auch dort war sie nicht sicher. Die Richter gehen davon aus, dass ihr Mann die Tür mit dem Baseballschläger zertrümmert hat. Als die Polizei eintraf, stand der Angeklagte laut Urteil noch immer neben seiner auf dem Boden liegenden Frau. Im Krankenhaus waren später massive Hirnverletzungen festgestellt worden. Drei Tage später starb die 50-Jährige. Das Urteil ist rechtskräftig.

(albu/dpa)