Duisburg: Lackas ist in finanzielle Schieflage geraten

Duisburg: Lackas ist in finanzielle Schieflage geraten

Die Duisburger Filiale an der Düsseldorfer Straße soll erheblich erweitert werden.

Die Auto Lackas GmbH mit rund 100 Mitarbeitern in Wesel, Dinslaken und Duisburg, ist in finanzielle Schieflage geraten. Nach Auskunft von Rechtsanwalt Dirk Hammes (Duisburg), der vom Duisburger Amtsgericht zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt wurde, hat die Justizbehörde die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Weseler Auto Lackas GmbH auf Antrag des Unternehmens angeordnet. Die Gehälter der Angestellten sind vorläufig durch das Insolvenzgeld gesichert.

Geplant sind eine Sanierung mittels Insolvenzplan und der Erhalt sämtlicher Arbeitsplätze. Bestandteil des Sanierungskonzeptes ist eine erhebliche Erweiterung des Standortes an der Düsseldorfer Straße im Dellviertel. Unter anderem soll ein modernes Reparaturcenter auf einem benachbarten Grundstück entstehen. Gesellschafter der Firma war zunächst Karl-Heinz Lackas. Mittlerweile haben seine beiden Söhne, Carlo und André Lackas, die Geschäfte übernommen. Das ist wichtig zu wissen.

Denn Grund für die eingetretene Insolvenz ist laut Aussage von Carlo Lackas ausschließlich eine "streitige Auseinandersetzung mit den Finanzbehörden", nicht aber operative Probleme. Aus der Zeit seines Vaters an der Firmenspitze gebe es Steuerforderungen, für die das Finanzamt Wesel nun die Vollstreckung angekündigt habe. Auf Anfrage erklärte Hammes, dass es sich um eine Steuernachforderung von 2,4 Millionen Euro handeln solle. Von der Insolvenz definitiv nicht betroffen, so Hammes weiter, seien die übrigen Unternehmen der 1962 ursprünglich als Autowerkstatt gegründeten Lackas-Gruppe.

Damit sind die Lackas Rhein-Ruhr GmbH und der Suzuki-Vertragshändler Lackas Motors GmbH gemeint. "Um es klar zu sagen: Für die Lackas-Kunden ändert sich nichts. Man kann weiterhin Neufahrzeuge kaufen oder Pkw reparieren lassen, auch die Garantieansprüchen bleiben bestehen", so Hammes.

(RP)
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