Laar: 27-Jähriger an Haltestelle von 15 Männern attackiert

Duisburg : 27-Jähriger an Haltestelle von 15 Männern attackiert

Ein 27-jähriger Mann aus Braunatal in Hessen ist am Montagabend in Laar Opfer einer kaum vorstellbar aggressiven Gruppe von Männer geworden, die laut Zeugenaussagen aus dem Libanon stammen sollen.

Gegen 22 Uhr hatte der Mann die Straßenbahn an der Haltestelle Friedrich-Ebert-Straße verlassen. Er kannte sich in Duisburg nicht aus und wollte sich anhand des Routenplanes, der an Haltestellen aushängt, orientieren.

An dieser Haltestelle hielt sich zu diesem Zeitpunkt eine Gruppe von zehn bis 15 Männern auf, die ihn fast unmittelbar nach dem Aussteigen erst verbal und dann körperlich attackierte — nach den Ermittlungen ohne nachvollziehbaren Anlass. Einer aus dieser Horde war besonders aggressiv, teilt die Polizei mit. Er trat so heftig gegen den 27-Jährigen, dass dieser durch die Glaswand der Haltestelle flog. Durch die umherfliegenden Scherben der zersplitterten Scheibe erlitt das Opfer Schnitte am ganzen Körper. Der Angreifer versuchte danach noch weiter auf den am Boden liegenden Mann einzutreten, der sich aber zum Glück in ein naheliegendes Café flüchten und von dort die Polizei alarmieren konnte. Der junge Mann erlitt erhebliche Verletzungen, die im Krankenhaus behandelt werden mussten. Von dem brutalen Schläger ist bekannt, dass er am Montagabend ein rotes T-Shirt getragen und einen Kinnbart hat.

Im Stadtteil Laar kommt es seit längerem immer wieder zu Klagen von Bürgern, die sich von einer dort lebenden libanesisch-stämmigen Großfamilie massiv bedroht und belästigt fühlen. Deren Mitglieder beschäftigen nicht nur dort, sondern bevorzugt auch in Marxloh die Polizei. Sie bittet um Hinweise auf die Schlägertruppe unter der Telefonnummer 0203 2800.

Unter der gleichen Nummer können sich auch Zeugen melden, die einen Überfall im Landschaftspark Nord beobachtet haben. Ebenfalls am Montag gegen 22 Uhr wurde eine 18-Jährige auf dem Parkplatz des Landschaftsparks von drei unbekannten Männern überfallen, die ihr das Handy abnehmen wollten. Sie rannte geistesgegenwärtig zu ihrem Auto, stieg ein und verriegelte die Türen. Daraufhin rissen die Täter an den Türgriffen und hörten damit erst auf, als die Frau losfuhr. Zwei der drei Täter sind etwa 27 bis 28 Jahre alt. Einer ist korpulent und war ebenso wie sein etwa gleichaltriger Kumpel (hat lange Haare und eine normale Figur) dunkel gekleidet. Der Dritte ist etwa 19 bis 20 Jahre alt und trug ebenfalls dunkle Kleidung.

(RP)
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