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Kunstmarkt in der Cubus-Kunsthalle in Duisburg nur online erlebbar

Cubus-Kunsthalle : Kunstmarkt (vorerst) nur online erlebbar

Wegen Corona kann der ab heute mit rund 100 Mitwirkenden größte in seiner Geschichte beginnende Kunstmarkt in der Cubus Kunsthalle im Duisburger Kantpark erst einmal nur virtuell gesehen werden.

„Kauft Kunst! Unterstützt Künstler!“: So lautet das Motto für den diesjährigen Kunstmarkt der Cubus Kunsthalle. Von heute an bis zum 14. Februar 2021, gegebenenfalls auch noch darüber hinaus, gibt es Kunstwerke von 74 Künstlern und 24 Kunststudierenden dort zu sehen – aber auch zu kaufen.

Wegen Corona bleibt das überaus umfangreiche Kunstangebot, bestehend aus Malerei, Grafik und Zeichnung, Fotografie sowie Bildhauerei und Plastik, vorerst aber nur online über das Internet unter www.facebook.com/cubuskunsthalle erlebbar. „Sollte sich an den derzeitigen Pandemievorschriften im nächsten Jahr etwas ändern, werden wir die Cubus Kunsthalle und den Kunstmarkt für die Öffentlichkeit selbstverständlich wieder real öffnen“, sagt die promovierte Kunstwissenschaftlerin Claudia Schaefer als Leiterin der Einrichtung. Eröffnet wird der Kunstmarkt am Freitagabend um 18 Uhr durch Duisburgs Kulturdezernentin Astrid Neese – „natürlich ebenfalls nur per Livestream“, betont Schaefer.

Die äußerst vielschichtige und spannungsreiche Ausstellungs- und Verkaufsschau hat Schaefer auf 700 Quadratmetern im gesamten Haus platziert, beginnend im kompletten Erdgeschoß bis hin zum Obergeschoss, bestehend aus dem neuen Cubus-Café und der ehemaligen Eventlocation, die jetzt zu einem schönen, schneeweißen Ausstellungsraum hergerichtet wurde. Darüber hinaus bieten Ausstellung und Kunstmarkt einen repräsentativen Überblick über das künstlerische Schaffen besagter Künstler aus Duisburg und Umgebung. Die Kunstwerke werden zum Preis zwischen 50 und 500 Euro verkauft. Skulpturen und andere bildhauerische Werke können preislich aber auch darüber liegen.

Im Vordergrund das Edelstahl-Objekt „Saubermann“ von Arno Bortz, dahinter ein viergeteiltes Wandbild von Michael Werk.  Foto: Olaf Reifegerste

Im Café findet unter dem Titel „print2gether“ eine Charity-Aktion zugunsten des Malteser Hospizzentrums „St. Raphael“ unter der Leitung von Angelika Ruckdeschel statt. Dort werden verschiedene Radierungen und Grafiiken von sechs Künstlern im Wert zwischen 30 und 100 Euro im Laufe des Kunstmarktes vorgestellt und anschließend verkauft. Der Erlös der Aktion geht zu hundert Prozent an das besagte Kinder- und Jugendhospiz.

„Mit dem Kunstmarkt schaffen wir die Möglichkeit, Kunst zu zeigen und durch Vermittlung von Verkäufen Künstler zu fördern“, sagt Schaefer. „Anders als in herkömmlichen Ausstellungen, kann hier nach dem Kauf der Arbeiten Kunst mit nach Hause genommen werden. Der Künstler wiederum wird die so entstandenen Lücken wieder mit anderen Arbeiten auffüllen. Im Idealfall entsteht auf diese Weise bis zum Ende des Kunstmarktes eine vielleicht völlig neue Präsentation.“

Während eines andauernden Shutdowns wird Schaefer die einzelnen Künstler und ihre ausgestellten Kunstwerke online vorstellen. Wer Interesse zum Erwerb des einen oder anderen Angebotes verspüre, sagt sie, möge sich einfach bei ihr melden. Per Telefon (0203 26236) oder E-Mail (schaefer@cubus-kunsthalle.de) wäre das möglich. Dann würde man einen Besuchstermin vor Ort vereinbaren und alles Weitere ginge dann seinen Gang. Aber auch Geschenkgutscheine würden angeboten, damit auch zum diesjährigen Weihnachtsfest Kunst vom Kunstmarkt auf dem Gabentisch liegen könne.

Auf jeden Fall versucht Schaefer den Kunstmarkt über den Lockdown zu bringen und in der Cubus Kunsthalle aufrecht zu erhalten, so dass danach ein wirklicher, realer Neustart mit leibhaftigem Publikum der beliebten, mittlerweile schon als Duisburger Traditionsveranstaltung angesehenen, Ausstellungs- und Verkaufsschau stattfinden könnte.