Duisburg: Künstler-Party mit Ton, Tönen und mehr

Duisburg : Künstler-Party mit Ton, Tönen und mehr

Anlass der Party war der Auftakt eines Bildhauersymposions, das in diesem Jahr in Düsseldorf-Gerresheim und 2014 in Duisburg-Ruhrort ausgetragen wird.

Zu einer sogenannten "Ton-Party" hatten am vergangenen Wochenende knapp 30 bildende Künstlerinnen und Künstler, je etwa zur Hälfte aus Düsseldorf und Duisburg stammend, nach Ruhrort eingeladen. Anlass war der Auftakt eines Bildhauersymposions, das in diesem Jahr in Düsseldorf-Gerresheim und 2014 in Duisburg-Ruhrort ausgetragen wird. Veranstalter dieses ersten bilateralen Kunst- und Kulturprojektes beider Stadtteile sind der Künstlerverein Haltepunkt Gerresheim und der Kreativkreis Ruhrort. Schirmherrin ist die Düsseldorfer Landtagsabgeordnete Walburga Benninghaus.

"IRDEN – Ton trifft auf Stahl" heißt das Bildhauersymposion, das die Düsseldorfer Künstlerin Dorothee Büsse vom "Haltepunkt Gerresheim e.V." ins Leben gerufen hat. Der Begriff "irden" entstammt dem Mittelhochdeutschen "irdesch" und heißt so viel wie "aus gebranntem Ton hergestellt" – also töpfern. Entstehen sollen insgesamt etwa 30 Groß-Skulpturen aus dem uralten Kulturmaterial Ton, die auf der ersten Etappe im denkmalgeschützten Ziegelei-Ringofen Sassen in Gerresheim ausgestellt werden. Die Vernissage dort ist für den 4. Oktober 2013 angesetzt.

Die zweite Etappe wird mit der Verschiffung der Skulpturen starten, und zwar möglichst auf einem Stahl-Ponton von Düsseldorf aus zum größten Binnenhafen Europas nach Duisburg-Ruhrort. Die dortige Ausstellung ist für April/Mai 2014 vorgesehen – wenn möglich im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt.

Am 14. Mai fand der Tonabbau in den Ton-Halden der Ziegelei Gillrath in Erkelenz statt. Jeder der beteiligten Bildhauer und Bildhauerinnen hatte sich dort bis zu 100 Kilogramm Ton ausstechen und in sein Atelier zur Bearbeitung mitnehmen können.

Die Ruhrorter "Ton-Party" am Samstag, die in der Atelier-Galerie "Waldhof Schwert" und bei "ruhrKUNSTort" stattfand, diente dazu, das Projekt erstmals der Öffentlichkeit vorzustellen und das Kennenlernen der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler untereinander zu begünstigen. Nicht alle kamen zwar, doch mit weiteren Eingeladenen, darunter dem Direktor des Binnenschifffahrtsmuseums, Dr. Bernhard Weber, kam dennoch eine stattliche Anzahl an Partygästen in Feierlaune zustande. Denn nicht nur das Material Ton gab es zu sehen und zu kneten, sondern auch Musik als Töne, vorgetragen auf einem Saxophon von Philippe Micol, gab es zu hören.

Für die Bundestagsabgeordnete Walburga Benninghaus sind es "die Menschen, die in den heimischen Stadtteilen leben und damit die Städte prägen und liebenswert machen", heißt es in ihrer vorgelesenen Grußbotschaft. Aus diesem Grund sei nicht nur sie auf die Begegnungen und ihre Ergebnisse gespannt.

(RP)
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