1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Duisburg: Kubanische Klänge in der Glaserei

Duisburg : Kubanische Klänge in der Glaserei

Beim Konzert in der Glaserei Bongartz hauchten die Musiker alten Weihnachtsliedern die kubanische Seele ein.

Weihnachtslieder und kubanische Rhythmen klingen nach einer unmöglichen Kombination. Dass beides eine bereichernde Symbiose eingehen kann, bewiesen die "Klazz Brothers" mit Unterstützung von "Cuba Percussion". Johannes Bongartz hatte zum Vorweihnachtskonzert in seine Glaserei geladen. Sein Mut, in diesem Jahr auf diese besondere musikalische Mischung zu setzen, wurde belohnt: Bis auf den letzten Platz war das Konzert ausverkauft.

Trotz der ungewöhnlichen Interpretationen ging keinem der Stücke der besinnliche Kern verloren. Bei der präsentierten Musik musste man sich unwillkürlich den Weihnachtsmann in Shorts, mit Rauschebart und Sonnenbrille am Strand vorstellen. Die beiden kubanischen Percussionisten Alexis Herrera Estevez (Timbales) und Elio Rodriguez Luis (Congas) hauchten jedem noch so alten Weihnachtslied die kubanische Seele ein. Eine Seele voller Rhythmus und Feuer, Freude und Leichtigkeit. Da wurde "Jingle Bells" zum Salsa, "Stille Nacht" erklang mit kubanischen Grooves, Besinnliches verband sich mit kubanischer Lebensfreude.

  • Duisburg : Chormusiker helfen mit Gesang
  • Kreis Wesel : Chormusiker helfen mit Gesang
  • Kreis : Chormusiker helfen mit Gesang

Als Vorband eröffnete der Gospelchor Duisburg den Abend. Auch in seiner Programmgestaltung setzte der Chor auf eine buntere Mischung als das "klassische" Weihnachtsrepertoire. In der zweiten Konzerthälfte bewies eine kleine Auswahl der Chormusiker ihre Wandlungsfähigkeit, indem sie die Kubaner sowie Kilian Forster (Kontrabass), Tobias Forster (Piano) und Tim Hahn (Schlagzeug) unterstützten. Gemeinsam mit Solo-Sängerin Anna Kleinkorres wurden die Klassiker "Ihr Kinderlein kommet", "Oh du Fröhliche" und "Kling Glöckchen" zu schmissigen Songs in völlig neuem Gewand.

Bereits im Kulturhauptstadtjahr Ruhr.2010 waren die "Klazz Brothers" in Rumeln zu Gast und standen seitdem auf Bongartz' Wunschzettel. "Sie müssten einmal den Tourplan sehen: Rumeln-Kaldenhausen, Dresden, Taipeh", pries Johannes Bongartz die illustren Spielstätten an.

Durch den Verkauf von Losen und Getränken konnte der ebenfalls beteiligte Lions-Club Duisburg Mercator zusätzlich zum Eintrittspreis noch einmal 3000 Euro erwirtschaften. Eine zur Pause abgehaltene Versteigerung von getragenen Boxhandschuhen der Klitschko-Brüder inklusive signierter Karten brachte weitere 470 Euro in die Kasse. Das Geld kommt dem Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser in Huckingen zugute.

(son)