Kreuz Kaiserberg Duisburg: Planung für den Umbau verzögert sich

Neue Brücken und Fahrstreifen : Kaiserberg-Planungen verzögern sich

Die Genehmigung des Vorentwurfes für den Umbau des Autobahnkreuzes Kaiserberg durch das Verkehrsministerium dauert länger als geplant. Straßen.NRW will den selbst gesteckten Zeitplan trotzdem einhalten.

Die Vorbereitungen für den Umbau des Autobahnkreuz Kaiserberg laufen schleppender als geplant. Wie der Landesbetrieb Straßen.NRW unserer Redaktion am Mittwoch auf Nachfrage mitteilte, steht die Genehmigung des Vorentwurfs noch aus. Ursprünglich sollte sie schon bis zum Ende des zweiten Quartals dieses Jahres vorliegen. Das Okay des Bundesverkehrsministeriums ist für den geplanten Umbau des Kreuzes, das die Autobahnen 3 und 40 verbindet, essentiell. Erst wenn es erteilt ist, können die nächsten Schritte in die Wege geleitet werden.

„Der Vorentwurf liegt derzeit noch in Bonn beim Verkehrsministerium und hat bereits einige Fachabteilungen durchlaufen“, sagt Joachim Kaminski, der den Umbau des Autobahnkreuzes als Projektleiter für den Landesbetrieb verantwortet. Allerdings müsse der Vorentwurf noch einige Hürden im Ministerium nehmen. „Ich kann mir vorstellen, dass die Genehmigung nächsten Monat erteilt wird“, so Kaminski. Die Verzögerungen seien aufgetreten, da es sich um ein großes Projekt handele, bei dem viele Bauwerke erneuert werden müssten. „In solchen Fällen ist der Genehmigungsweg sehr aufwendig.“

Sobald die Genehmigung erteilt ist, kann der Straßenbaubetrieb damit beginnen, das Planfeststellungsverfahren vorzubereiten. „Eigentlich sollte das Verfahren in diesem Jahr beginnen“, sagt Kaminski. „Und wir arbeiten unter Hochdruck daran, dass wir dieses Ziel auch einhalten.“ Es könne aber durchaus passieren, dass das Verfahren, bei dem Bürger Einwände gegen das Bauvorhaben äußern können, erst im kommenden Jahr beginne. Bevor das Planfeststellungsverfahren über die Bühne gehen kann, müssten gegebenenfalls Änderungen aus dem Genehmigungsprozess rund um den Vorentwurf in die Planungen eingepflegt werden.

Im Zuge der Bauarbeiten soll am Autobahnkreuz für beide Autobahnen und je Fahrtrichtung ein zusätzlicher Fahrstreifen entstehen. Priorität haben allerdings die Brücken der A3 über die Bahntrasse und über die A40. Diese Brücken müssen aufgrund des wesentlich höheren Verkehrsaufkommen bis 2024 erneuert sein. Auch die Brücke über die Meidericher Straße und die Brücke der Carl-Benz-Straße über die A40 werden erneuert.

Beginnen die Baumaßnahmen am Autobahnkreuz wie geplant im Jahr 2022, droht Duisburg eine verkehrstechnische Herausforderung. So würde dann unter anderem parallel die Rheinbrücke in Neuenkamp gebaut (siehe Infokasten). Außerdem steht in den kommenden Jahren die Erneuerung des Bauwerks Berliner Brücke an der A59 an. Von Straßen.NRW gibt es allerdings vorsichtige Entwarnung. „Es laufen derzeit Gespräche mit der Verkehrszentrale, wie die Baustellen koordiniert werden können“, sagt Kaminksi. Auch mit der Deutschen Bahn werde gesprochen. Größere Verkehrsprobleme sollen so weitgehend vermieden werden.

(jlu)
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