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Duisburg: Kraftwerksgegner gehen in die Vollen

Duisburg : Kraftwerksgegner gehen in die Vollen

Um ihre weitere Strategie zu beraten, haben sich in Krefeld jetzt die Gegner des geplanten Steinkohlekraftwerks in Uerdingen getroffen.

Anwesend waren Vertreter der BUND-Kreisgruppen Duisburg und Krefeld, des Naturschutzbundes Krefeld-Viersen, des Niederrheinischen Umweltschutzvereins, von Greenpeace, der Rheinhausener Bürgerinitiative "Saubere Luft" sowie der Grünen aus Krefeld und Duisburg-West. Alle Teilnehmer sind nach wie vor davon überzeugt, den Bau eines 800 MW-Steinkohlekraftwerks an der Krefelder Stadtgrenze verhindern zu können.

Menschen auf die Straße bringen

"Wir werden in nächster Zeit eine Öffentlichkeitskampagne starten, um die Menschen in Krefeld und Duisburg über die Gefährdungen durch ein Kohlekraftwerk sachlich und konkret zu informieren. Wir werden Veranstaltungen und Infostände in beiden Städten machen, um alle ökologischen und gesundheitsbelasteten Folgen zu beleuchten. Wir werden auch versuchen, möglichst viele Menschen gegen diese gigantische CO2- und Schadstoffschleuder auf die Straße zu bringen.

Außerdem rufen wir alle Bürger auf, die Initiativen mit Spenden zu unterstützen, um eine mögliche Klage gegen eine Genehmigung des Kohlekraftwerks aussichtsreich führen zu können", erklären die Kohlekraftwerksgegner. "Wir wissen, dass wir die besseren Argumente haben. Aber nicht immer setzen diese sich gegen die finanzielle und politische Macht großer Konzerne und deren Unterstützer durch. Deshalb brauchen wir nicht nur eine Menge Geld, sondern besonders auch die Hilfe aller Menschen, die bessere Lebens- und Umweltbedingungen für sich und ihre Kinder wollen."

"Wahltaktisch motiviert"

Die politische Kehrtwende der Krefelder CDU, die kurz vor Weihnachten ins Lager der Kraftwerksbefürworter wechselte, wurde zwar mit Enttäuschung, aber ohne Überraschung zur Kenntnis genommen. Es sei den Vertretern der Umweltverbände und der Grünen immer klar gewesen, "dass die Ablehnung der CDU rein wahltaktisch motiviert war." Die Verhinderung des geplanten Kohlekraftwerks werde zwar schwieriger, weil die politische Mehrheit in Krefeld fehle. Gleichwohl sind die Kraftwerksgegner sicher, dass nach wie vor alle ökologischen und ökonomischen Argumente auf ihrer Seite sind.

(RP)