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Duisburg: Kopflosigkeit im Technischen Dezernat

Duisburg : Kopflosigkeit im Technischen Dezernat

CDU kritisiert den Beigeordneten Carsten Tum wegen der Baustellen in der Innenstadt, wegen mangelhafter Abstimmung und wegen der schlechten Information für Anlieger und Autofahrer.

Die Berichterstattung über das Stauchaos in und rund um die Innenstadt hat nicht nur bei den Lesern großes Echo gefunden. Gestern meldete sich auch die CDU-Fraktion zu Wort, die den derzeitigen Zustand für unhaltbar hält.

Das Chaos aufgrund zahlreicher Baustellen und Sperrungen sei unnötig und Ausdruck mangelhafter Vorbereitung durch die Stadtverwaltung. "Das Mindeste wäre die Information der Anwohner im Wasserviertel gewesen, dass durch die kurzfristige Sperrung des Opernplatzes mit erheblichen Beeinträchtigungen in den kleinen Wohnstraßen zu rechnen ist. Aber nicht einmal diese Selbstverständlichkeit hält das Technische Dezernat für notwendig, um die Situation zu entschärfen", kritisiert Thomas Susen, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Christdemokraten im Rat der Stadt.

Die zeitliche Überschneidung der Sperrung an der Mercatorstraße, der Teilsperrung an der Kardinal-Galen-Straße und der Großveranstaltung in der Innenstadt sei zudem unglücklich. "Wir hätten erwartet, dass die Stadt darauf mit entsprechender Beschilderung von Umleitungsstrecken reagiert, anstatt die Autofahrer alleine und orientierungslos ihrem Schicksal zu überlassen", so Susen. Zudem hätte die Stadt mit dem Beginn der Arbeiten an der Kardinal-Galen-Straße warten können, bis die Veranstaltung am Opernplatz beendet sei. "Dieses Vorgehen passt zur allgemeinen Kopflosigkeit im Technischen Dezernat", sagt Susen und fordert die Stadt auf, "nun unverzüglich geeignete Umleitungsstrecken auszuschildern und alles dafür zu tun, das Chaos in der Innenstadt aufzulösen".

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Doch auch außerhalb der Innenstadt setzt sich das Baustellenchaos fort. Anlieger der Straße Am Inzerfeld in Neumühl hatten sich bei CDU-Ratsfraktionschef Rainer Enzweiler gemeldet und darauf hingewiesen, dass sie von den Straßenbauarbeiten vor ihrer Türe überrascht worden seien, weil die Stadt vorab nicht einmal Informationen an die Anlieger gegeben hätte. "Die Stadt hat offenbar erst auf Nachfrage der Unternehmer über die Baumaßnahmen und die Dauer der Verkehrsbehinderungen informiert. Das ist der grundsätzliche falsche Umgang mit den für unsere Stadt so wichtigen Arbeitgebern. Sie können erwarten, dass die Stadtverwaltung frühzeitig auf geplante Baustellen hinweist, um entsprechend reagieren zu können", kritisiert der CDU-Fraktionsvorsitzende. Einige Betriebe hätten in ihrer Not sogar selbst Schilder für ihre Lieferanten und Kunden geschrieben, damit diese wissen, wie weit die Baustelle reicht.

(RP)