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Konzert mit Jazz-Trompeter Matthias Schriefl in Duisburg

Konzert mit Jazz-Trompeter Matthias Schriefl : Eine fröhliche Mischung aus Jazz, Klassik und Volksmusik

Im Wyndham Hotel Duisburger Hof überzeugte der Jazz-Trompeter Matthias Schriefl aus dem Allgäu im Zusammenspiel mit vielen Musiker-Kollegen. Am Sonntag folgt eine Eröffnungsfeier der neuen Reihe „Eigenzeit“.

„Eigenzeit“ heißt das neue zeitgenössische Kammermusik-Festival der Duisburger Philharmoniker. Die erste Saison, kuratiert von dem in Duisburg geborenen Komponisten Hauke Berheide, wurde vom April in pandemiefreiere Monate verschoben. Das erste Konzert mit dem Titel „My Favorite Things“ im Wyndham Hotel Duisburger Hof war jetzt eine fröhliche Mischung aus zeitgenössischem Jazz, alpenländischer Volksmusik und mehr oder weniger klassischen Instrumenten.

Im Zentrum stand der Jazz-Trompeter Matthias Schriefl aus dem Allgäu, hier verantwortlich für Trompete, Flügelhorn, Alphorn, Bassflügelhorn, Gesang, Komposition und Moderation – oder wie es Hauke Berheide ausdrückte: „Meistens kommen Töne raus.“ Unter dem Band-Namen „Shreefpunk“ versammelten sich um Schriefl noch mehr äußerst vielseitige und humorvolle Musikmenschen, nämlich Christoph Schneider (Klarinette und auch mal Bassklarinette), László Kerekes (Fagott und vor allem Kontrafagott) von den Duisburger Philharmonikern, das Streichtrio „Netnakisum“ aus Claudia Schwab (Violine, Trompete und Gesang), Marie-Theres Härtel (Viola, Pikkoloflöte und Gesang) und deeLinde (Violoncello, Tenorhorn und Gesang) sowie Alex Eckert (Akustische Gitarre, E-Gitarre, Ukulele und Gesang) und Alex Morsey (Kontrabass, Tuba und Gesang). Später kam dazu noch die brasilianische Sängerin Patricia Cruz, weil diese laut Schriefl „erst bei mindestens 45 Grad und 170 Prozent Luftfeuchtigkeit auftritt, und das haben wir jetzt erreicht“.

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Die Ausführenden waren aus Deutschland, Österreich und Ungarn, daher gab es als erstes Stück die Nationalhymnen dieser drei Länder – gleichzeitig. Nur ein Beispiel für das ebenso kluge wie wilde Gebräu, das der in Köln lebende Schriefl hier leitete. Sein „Happy Alphorn“ komponierte er nach eigenen Angaben auf einer Hütte bei Oberstdorf: „Das ist so ziemlich der südlichste Punkt Deutschlands, in einem Nord-Süd-Tal, man sieht bis nach Duisburg.“

Eines der von Schriefl gespielten Instrumente imitierte ein grunzendes Schwein. Das pandemiebedingt begrenzte und maskierte Publikum freute sich fast zwei pausenlose Stunden lang über Unterhaltung auf höchstem Niveau.

Am Sonntag, 27. Juni, um 19.30 Uhr, wird im Opernfoyer im Theater die „Eigenzeit“-Eröffnungsfeier namens „Dingfest“ nachgeholt. Da gibt es dann „Unerhörte Kammermusik, Spieluhren, Klangskulpturen und Motörchen“, konkret Uraufführungen von Violeta Cruz und  Jérôme Combier sowie Duisburger Erstaufführungen von Chaya Czernowin, Lisa Streich, Hauke Berheide und vielen anderen. Es spielen Mitglieder der Duisburger Philharmoniker und Gäste. Karten zu einheitlich 15 Euro gibt es am einfachsten per E-Mail unter karten@theater-duisburg.de.