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Kommunalwahl Duisburg: 75-Jährige erhält verspätete Wahlbenachrichtigung

Kommunalwahl in Duisburg : 75-Jährige erhält Wahlbenachrichtigung sechs Wochen zu spät

Im Vorfeld der Kommunalwahl beschwerten sich viele Wähler, dass ihre Unterlagen zu spät oder gar nicht angekommen waren. Eine Seniorin aus Duisburg hat ihre Wahlbenachrichtigung nun erhalten – mehr als sechs Wochen zu spät.

Eine Überraschung erlebte eine Duisburger Seniorin am Dienstag beim morgendlichen Gang zum Briefkasten: Plötzlich lag da die bis dahin verloren geglaubte Wahlbenachrichtigung zur Kommunalwahl. Die 75-Jährige entdeckte den Brief der Stadt erst, als sie die Tageszeitung auseinanderfaltete. Er war offenbar zwischen die Seiten gerutscht. Datiert war der Stempel der Post auf den 28. August 2020. Im Umschlag fand die Frau ein Schreiben der Stadt, dass ihr unter anderem das korrekte Wahllokal und dessen Öffnungszeiten mitteilte. „Ich ging eigentlich davon aus, dass dieser Brief nie kommen wird“, sagt die Seniorin, die mit ihrem 85 Jahre alten Mann im Duisburger Süden lebt.

Das Paar ging am 13. September  gemeinsam wählen. Doch nur der 85-Jährige hatte in den Tagen zuvor eine Wahlbenachrichtigung per Post erhalten. „Ich habe dann im Wahllokal meinen Personalausweis gezeigt und konnte ohne Probleme meine Stimme abgeben“, sagt die Frau. „Komisch fand ich es aber schon, dass ich nie eine Benachrichtigung bekommen habe.“ Mehrmals hatte sie sich deshalb an die Stadt gewandt. „Dort versicherte man uns aber, die Benachrichtigung komme noch“, sagt der Ehemann.

  Die Stadtverwaltung überrascht der Fall nicht. Zwar wisse man konkret von keinen anderen Fällen, verspätete Benachrichtigungen kamen aber auch schon bei Wahlen in der Vergangenheit vor. „Das gab es zum Beispiel bei der Europawahl“, sagt ein Sprecher der Stadt. Was der Grund dafür sei, wisse man aber nicht – offenbar liege der Fehler aber in diesem Fall bei der Post. 

Immer wieder gab es vor der Kommunalwahl Beschwerden über Unterlagen, die nicht rechtzeitig angekommen waren. Betroffen waren auch Briefwähler, die zum Teil doch im Wahllokal wählen mussten.

(atrie)