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Kommunalwahl: Briefwahl in Duisburg auf Rekordniveau

Wie die Vorbereitungen für die Kommunalwahl laufen : Immer mehr Briefwähler in Duisburg

Mit 65.809 Briefwahlanträgen bis zum Stichtag 8. September gibt es für die Kommunalwahl einen neuen Duisburger Rekord. Ob das auch am Ende auf eine höhere Wahlbeteiligung hinausläuft, bleibt fraglich.

361.534 Duisburger können bei der Kommunalwahl ihre Stimme abgeben – und viele haben das schon getan. Mit 65.809 Duisburgern haben bishehr mehr als 18 Prozent der Wahlberechtigten die Briefwahl beantragt. So viel waren es noch nie bei einer Kommunalwahl. Zum Vergleich: 2014 lag die Quote der Briefwähler bei rund 10,8 Prozent. Ob der Andrang nur mit Corona zu begründen ist oder ob er generell auf eine höhere Wahlbeteiligung schließen lässt, vermochten Wahlleiter Martin Murrack, Ralph Cervik, Leiter der Stabsstelle Wahlen und Wahl-Teamleiter Andreas Weinand am Mittwoch auch nicht zu sagen. Die drei stellten den Stand der Vorbereitungen im Rathaus vor. Martin Murrack appellierte noch einmal an alle Duisburger, wählen zu gehen. 2014 hatte die Wahlbeteiligung mit lediglich 40,5 Prozent den niedrigsten Stand bei Kommunalwahlen erreicht. Duisburg lag damit auch NRW-weit ganz hinten. Anfangs habe es einen „ganzen Berg an Briefwahlanträgen“ gegeben, so Murrack. Inzwischen seien aber alle Rückstände abgearbeitet worden, so dass eigentlich jeder noch rechtzeitig seine Unterlagen erhalten müsste. Die ersten 4500 versandten Briefe mit Wahlunterlagen hatten ein zu großes Adressfeld, so dass sie von den Mitarbeitern der Post per Hand sortiert werden mussten, aber auch dieser Fehler sei schnell korrigiert worden. Inzwischen habe auch die Post signalisiert, dass es keine Rückstände mehr gebe. „Jeder, der wählen will, der kann das auch tun“, so Murrack. Rund 35.000 Briefwahlanträge wurden übrigens über den QR-Code der Wahlbenachrichtigung oder im Internet beantragt.

Die Zahl der Wahlhelfer ist mit 3500 um rund 500 größer als zu normalen Zeiten. „Ein Teil von ihnen wird nur damit befasst sein, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten“, erläuterte Cervik. Schon deshalb könnten sich Interessierte noch dafür anmelden (siehe Box). Die Verantwortlichen raten, zur Stimmabgabe einen eigenen Stift mitzubringen. Die Stadt stellt aber ebenfalls Stifte zur Verfügung, die regelmäßig desinfiziert werden. In den Wahllokalen herrscht Maskenpflicht. Es dürfen immer nur maximal doppelt so viele Wähler in einem Raum sein wie dort Wahlkabinen vorhanden sind. Da in den meisten Räumen zwei Kabinen stehen, dürfen es nicht mehr als vier sein. Kommen mehr, müssen sie sich draußen in der Schlange einreihen – unter Wahrung der Abstandsregeln.

Am Wahlabend werden ab 18 Uhr zunächst die Stimmen der Ratswahl ausgezählt, dann die der Bezirksvertretungen, anschließend die der RVR-Verbandsversammlung und zuletzt die für den Integrationsrat. 

Die Ergebnisse erfahren sie am Sonntagabend auch aktuell unter www.rp-online.de/duisburg im Internet. Dort gibt es auch eine interaktive Karte mit allen Stimmbezirken.