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Kommunalwahl 2020: FDP in Duisburg verzichtet auf Wahlplakate

Kommunalwahl in Duisburg : FDP verzichtet auf Wahlplakate in der Stadt

Traditionell gehören sie zum Straßenwahlkampf dazu, doch jetzt sollen sie verschwinden: Die FDP in Duisburg hat angekündigt, zur Kommunalwahl keine Plakate in der Stadt aufzuhängen. Der Wahlkampf soll – aus Umweltgründen – verstärkt ins Netz verlagert werden.

Die Duisburger FDP hat sich dazu entschieden, im Kommunalwahlkampf auf die Verteilung von Wahlplakaten an Straßenlaternen zu verzichten. Der FDP-Kreisvorsitzende und Spitzenkandidat Wilhelm Bies dazu: „Wir suchen den Kontakt zu den Duisburgerinnen und Duisburgern über die sozialen Medien und im persönlichen Gespräch aber nicht mehr, indem wir die Stadt mit Plakaten zukleistern. Wir können nachvollziehen, dass diese Form der Wahlwerbung zunehmend als optische Umweltverschmutzung empfunden wird.“ Die FDP ist die erste Partei in Duisburg, die eine solche Maßnahme angekündigt hat.

Die Freien Demokraten wollen ihr Kandidaten-Team und einige wichtige politische Forderungen stattdessen auf 30 Großflächen-Plakatwänden in der Stadt präsentieren, obwohl diese Art der Wahlwerbung als deutlich kostspieliger gilt, als das traditionelle Behängen der städtischen Laternen.

„Die entscheidende Rolle bei unserer Entscheidung spielt natürlich der Umweltschutz.“, sagt der stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende Oliver Alefs. „Denn die meisten Plakate sind auch heute noch aus Kunststoff. Und selbst wenn die neueren Papp-Plakate benutzt werden, wird am Ende eine große Menge an überflüssigem Müll erzeugt.“

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Die Liberalen geben an, bei ihrer Entscheidung auch an die Duisburger Fahrradfahrer zu denken, denn oft hingen die Plakate so tief an den Laternen, dass sie für Radfahrer zu einem gefährlichen Hindernis würden. Wilhelm Bies: „Zuletzt wollen wir auch verhindern, dass Plakate herunter gerissen werden und unansehnlich auf dem Boden vergammeln.“

Und Oliver Alefs ergänzt: „Natürlich hoffen wir auch, dass die Wählerinnen und Wähler es begrüßen, dass wir das Stadtbild von überflüssiger Wahlwerbung frei halten und unsere Entscheidung am 13. September entsprechend honorieren.“

(dab)