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Duisburg: Knallen, aber sicher

Duisburg : Knallen, aber sicher

Seit gestern gibt es in den Geschäften wieder Knaller und Raketen zu kaufen. Die Meinungen dazu gehen auseinander. Vielen ist die Knallerei zu gefährlich. Die meisten Händler nehmen den Jugendschutz ernst.

Seit gestern liegen Böller, Raketen und Fontänen wieder in den Läden und locken die Hobby-Feuerwerker, tief in die Tasche zu greifen. Ganz besonders beliebt sind die schon aus den vergangenen Jahren bekannten Feuerwerksbatterien. Mit bis zu 500 bunten Leuchtkugeln bestückt, versprechen die praktischen Knallkörper viel Spaß bei wenig Aufwand. "Ich liebe die bunten Effekte von Raketen und Fontänen. Böller sind nicht so mein Fall", meint Kundin Claudia Schaefer. "In diesem Jahr kaufe ich mir wieder ein gemischtes Sortiment". Allerdings begrüßt nicht jeder das neue Jahr mit tonnenweise Pyrotechnik. Andere Duisburger lehnen die Zündelei gänzlich ab. So wie Sam Clarke: "Mir ist dieses Zeug einfach zu gefährlich. Ich habe keine Lust, dass mir so ein Ding um die Ohren fliegt. Mir reichen Bleigießen und ein Glas Sekt, um in das neue Jahr zu starten".

Die Silvesterknaller sind in Deutschland ab 18 Jahren freigegeben. Wer sich mit dem explosiven Spielzeug eindecken möchte, sollte seinen Personalausweis griffbereit halten. Für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren bieten die Geschäfte ein breites "harmloses" Sortiment. Tischfeuerwerke, Bleigießen, Knallerbsen und -bonbons zum Beispiel. "Wir erwarten einen großen Ansturm und empfehlen unseren Kunden, sich rechtzeitig einzudecken ", so Gabriele Samhi, Verkäuferin bei Galeria Kaufhof. "Die speziell ausgestattete Kasse ermöglicht uns eine besonders gute Alterskontrolle. Jugendschutz wird bei uns sehr ernst genommen. Wir wollen nicht dafür verantwortlich sein, dass sich jemand verletzt". Einkaufen kann man noch bis zum Morgen des 31. Dezembers. Ob Riesenwunderkerzen für zwei Euro oder ein System-Feuerwerk für 60 Euro — preislich ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Die Polizei weist darauf hin, dass das Böllern nur vom 31. Dezember, 18 Uhr, bis Neujahr, 7 Uhr, erlaubt ist. Früheres Zündeln ist ordnungswidrig und kann zu hohen Bußgeldern führen.

(RP)