Duisburg: Klimatisch nun im Haus des Handwerks

Duisburg : Klimatisch nun im Haus des Handwerks

Mit zwei Millionen Euro Finanzierungshilfe und zwei Millionen Euro für Photovoltaikanlagen auf Schulen hat ThyssenKrupp in den vergangenen Jahren nachhaltig zum Erfolg des Klimatisches in Duisburg beigetragen.

Nachdem das Geld nun nahezu vollständig verbraucht ist, ist die Geschäftsstelle vom Dellplatz ins Haus des Handwerks an der Düsseldorfer Straße verlegt worden. Schließlich sind es auch die Handwerksbetriebe, die energetische Sanierung von Immobilien am Ende umsetzen. Die Aufgabe des Klimatisches liegt in erster Linie in der Beratung und Hilfestellung: Wie kann ich mein Haus sanieren? Wie komme ich an Fördergelder?

Von 2003 bis 2011 bearbeitete der Klimatisch 858 Förderanträge, aus denen 754 Zuwendungsbescheide und 536 Auszahlungen resultierten. Die Förderbeträge lagen jeweils zwischen fünf und zehn Prozent. Die Förderungen mit einer Gesamtsumme von mehr als 1,9 Millionen Euro zogen Investitionen in energetische Altbausanierung in Höhe von insgesamt 23 Millionen Euro nach sich. Dadurch wurden jährlich rund 15,4 Millionen Kilowattstunden an Energie eingespart und der Kohlendioxid-Ausstoß um etwa 7,3 Millionen Kilo verringert. Am häufigsten wurden Heizungsanlagen ausgetauscht. Bei jeder fünften Sanierung wurde ein Kohleofen ersetzt, in 15 Prozent aller Fälle wurde eine Nachtspeicherheizung durch Fernwärme, Gas, Holzpellets oder Wärmepumpen ersetzt. Ganz wichtig war auch die Dämmung von Fassaden, Decken und Dächern sowie neuen Fenstern.

Umweltdezernent Dr. Ralf Krumpholz (Grüne) erinnerte daran, dass der Klimatisch in Duisburg auf die Initiative seines Vorgängers Dr. Peter Greulich zurückging. "Die größte Kompetenz bei der Gebäudesanierung liegt beim Handwerk. Deshalb ist der Klimatisch bei der Kreishandwerkerschaft richtig aufgehoben", sagte Krumpholz.

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Heinrich Maas-van Schingen hat viele Hausbesitzer beraten. "Wir haben pro Jahr rund 2000 Beratungen. Das reicht von der Beantwortung von E-Mails über telefonische Kontakte bis hin zur Sprechstunde", erklärt der Experte. Die gestiegenen Energiekosten hätten das Interesse von Hauseigentümern an energetischer Gebäudesanierung steigen lassen. "Es geht aber nicht nur um den hohen Energieverbrauch, der zu einer Art zweiten Miete führt. Eine fachgerechte Sanierung verbessert auch das Klima in einem Haus erheblich und führt zu einem gesteigerten Wohlempfinden." Die KfW-Förderbank bietet dazu Kredite bis zu 75000 Euro an, die auf zehn Jahre fest mit einem Satz von einem Prozent verzinst werden.

Kreishandwerksmeister Lothar Hellmann plant, weiter in die Offensive zu gehen: "Wir überlegen, ob wir mir dezentralen Veranstaltungen in den Stadtteilen zusätzlich interessierte Eigentümer über Gebäudesanierung aufklären."

Sprechstunden: dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 15 bis 17 Uhr im Haus des Handwerks, Düsseldorfer Straße 166.

(RP/ac)
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