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Duisburg: Klimadetektive in der Schule

Duisburg : Klimadetektive in der Schule

Eine Projektgruppe im Fach "Natur und Umwelt" an der Lise-Meitner-Gesamtschule erforscht, wie die Einrichtung Energie sparen könnte. Wenn die Jugendlichen dabei besonders erfolgreich sind, könnten sie ihre Konzepte mit dem ausgeschriebenen Preisgeld umsetzen. Es geht um 50 000 Euro.

Rheinhausen Wie viele Schüler kommen eigentlich mit dem Fahrrad zur Schule? Oder mit dem Bus? Wen bringen die Eltern mit dem Auto? Fragen, mit denen sich Schüler der neunten Klasse der Lise-Meitner-Gesamtschule (LMG) beschäftigen. Denn im Fach "Umwelt und Natur" steht die Teilnahme am höchstdotierten Klimaschutzwettbewerb für Schulen, "Klima und Co", auf dem Stundenplan.

Für die erstplatzierte Schule bei dem Wettbewerb gibt es eine Siegerprämie von 50 000 Euro zur Umsetzung ihres Energie-Konzeptes. Ziel des Wettbewerbes ist es, Schüler zu einer effizienteren und bewussteren Nutzung von Energie zu animieren.

Das Fach "Natur und Umwelt" an der Lise-Meitner-Gesamtschule ist ein Angebot des Wahlpflichtbereichs. Aus diesem suchen sich Neuntklässler Kurse entsprechend ihrer Interessen aus.

Projekt ist ganz in Schülerhand

Das Projekt "Klima und Co", an dessen Ende eine Ausarbeitung an die Wettbewerbsjury geschickt wird, ist laut der betreuenden Lehrerin Alexandra Goffart ganz in Schülerhand. Bei dem Projekt hat jede Schule ein theoretisches Budget von 50 000 Euro und kann dieses zur Verbesserung der Energieeffizienz der Schule ausgeben. Auf die Originalität der Ideen kommt es bei dem Rennen ums Preisgeld nicht an. Für die Bewertung zählen lediglich die harten Fakten, nämlich das Einsparpotenzial an Energie und CO2-Emission.

Die 21 Schüler der Projektgruppe sammelten Ideen und entschieden sich mehrheitlich für die (zunächst nur fiktive) Installation einer Solaranlage auf dem Schuldach. "Im Moment läuft noch die Korrespondenz mit einem Hersteller. Von dort haben wir noch keine Antwort erhalten", erklärt Goffart den Stand der Arbeiten. "Wenn dann feststeht, wie viele Kollektoren auf dem Dach installiert werden könnten und wie viel Energie diese ergeben würden, können wir die Ersparnis für unserer Schule errechnen."

Erste positive Veränderungen

Da eine solche Berechnung kein Laie mit Block und Taschenrechner durchführen kann, wurde der Schule ein geeignetes Rechenprogramm gestellt. "Die Korrespondenzen und alle übrigen Recherchen werden ausschließlich von den Schülern durchgeführt", erklärt Goffart weiter. "Ich lese die Schriftstücke lediglich gegen. Ansonsten sind die Aufgaben in Gruppen verteilt." Die Benotung läuft dann über Ihre Beobachtung während der Ausarbeitungsphasen im Klassenraum.

Dass sich das Projekt schon jetzt positiv auswirkt, zeigen kleine Kommentare der Schüler. "Sie erzählen, dass sie jetzt mehr darauf achten, dass Geräte komplett ausgeschaltet werden, anstatt auf Standby zu stehen", so Goffart.

(RP)