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Duisburg: Klima geschützt und Energiekosten gespart

Duisburg : Klima geschützt und Energiekosten gespart

Das Schwimmbad Neuenkamp wird jetzt durch ein eigenes Blockheizkraftwerk mit Energie versorgt.

Ein Hallenbad benötigt ganzjährig einen nahezu konstanten Wärmebedarf. Damit ist es ideal geeignet für eine eigenständige Energieversorgung durch ein Blockheizkraftwerk (BHKW). Auf diese Weise können sowohl Energiekosten gesenkt als auch unnötige Kohlendioxid-Emissionen vermieden. Der Schwimmverein DJK SV Poseidon Duisburg hat mit Unterstützung der Stadtwerke Duisburg und der Stadtwerke-Tochter ThermoPlus ein modernes BHKW für das Schwimmbad Neuenkamp in Betrieb genommen.

"Die Ausgaben für Energie sind ein zentraler Kostenfaktor beim Betrieb unseres Schwimmbads", erklärt der Vereinsvorsitzende Frank Skrube. Über ThermoPlus wurde ein Konzept für eine Wärme- und Stromversorgung durch ein BHKW als Ersatz für die bestehende Erdgasanlage erstellt. "Aufgrund des ganzjährigen Wärmebedarfs ist ein BHKW hier sehr wirtschaftlich", erläutert Frank Jost, Vertriebsleiter von ThermoPlus. "Der Vorteil der Anlage liegt dabei in der parallelen Erzeugung von Wärme und Strom." Auf diese Weise versorgt sich das Schwimmbad nun auch mit elektrischer Energie.

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Strom, der nicht selbst genutzt wird, kann zu einem festen Vergütungssatz ins allgemeine Netz eingespeist werden. Die Prozesswärme, die bei der Stromerzeugung mit einem motorgetriebenen Generator im BHKW entsteht, wird zum Beheizen des Schwimmbeckens und des Gebäudes genutzt. Insgesamt spart der DJK SV Poseidon im Jahr nun rund 6000 Euro. "Für einen wirtschaftlichen Betrieb des Schwimmbads ist dies entscheidend und eine wichtige Basis, um das Bad auch in Zukunft für alle Bürger öffnen zu können und nicht nur für Vereinsmitglieder", verdeutlicht Skrube. Insgesamt rund 65 000 Besucher zählt das Schwimmbad Neuenkamp im Jahr, etwa die Hälfte davon sind Schüler.

Jürgen Dietz, Betriebsleiter von DuisburgSport, zeigt sich auch daher hocherfreut über die neue Energieversorgung für das Hallenbad: "Die Bedeutung des Neuenkamper Bades in der gesamten Bäderlandschaft Duisburgs ist durchaus hoch, denn durch die besondere Insellage des Stadtteiles wäre Schulschwimmen ohne diese Einrichtung wegen der dann entstehenden langen Wege nur sehr schwer möglich."

Neben der Energiekostenreduzierung kommt das neue BHKW auch der Umwelt zugute: So stößt das Kleinkraftwerk im Vergleich zur alten Heizungsanlage 143 Tonnen weniger Kohlendioxid aus. Dies entspricht einer Reduzierung von etwa 47 Prozent. Installiert wurde im Schwimmbad Neuenkamp ein BHKW mit einer thermischen Leistung von 81 Kilowatt und einer elektrischen Leistung von 50 Kilowatt.

(RP)