Duisburg: Kleingärten: neue Untersuchungen

Duisburg : Kleingärten: neue Untersuchungen

Auf Bodenbelastungen, vor allem mit Schwermetallen, sind alle 106 Duisburger Kleingartenanlagen in den vergangenen 25 Jahren untersucht worden. Weil sich aber jüngst Beurteilungsmaßstäbe im Bodenschutzrecht geändert haben, stehen nun Nachuntersuchungen in 13 Anlagen an.

Nach einem Abgleich mit den vorliegenden Ergebnissen stellt das Umweltamt fest, dass "in den überwiegenden Fällen nur wenige Parzellen betroffen sind". Die Verwaltung kündigt einen Förderantrag an - erste Untersuchungen sollen möglichst noch in 2015 beginnen.

Schwerpunkt der Nachuntersuchungen ist der Duisburger Norden. Betroffen sind dort die Kleingartenanlagen Hagenshof, Schürmannshof und Grüne Halde (Meiderich), Emschergrund und Bonnemannshof (Neumühl) sowie Am Wasserturm (Beeckerwerth) und Beeck. Am Hagenshof, Schürmannshof und der Grünen Halde müssen auf einer Reihe von Parzellen vor allem die Cadmium-Belastungen überprüft werden, weil es von Nutzpflanzen aufgenommen wird und die Grenzwerte für den Verzehr überschritten sein könnten. Auf belasteten Flächen war dort bisher schon die Nutzung festgeschrieben. In Beeck wurde den Gärtnern bereits vor 20 Jahren empfohlen, Hügelbeete anzulegen - nun muss noch die Dokumentation der erfolgten Sanierung nachgeholt werden.

Im Westen steht eine neuerliche Überprüfung in der KGA Am Römerkastell an; im Ergebnis könnte ein Bodenaustausch auf sieben Parzellen notwendig werden, weil nach neuen Vorschriften die Grenzwerte für Benzopyrene zu hoch sind. In Mitte stehen die Anlagen Industriegarten (Wanheimerort) mit drei Parzellen (Blei, Benzopyren) und eine Parzelle auf einer einstigen Werkstattfläche an der Blumenstraße (Neudorf) auf der Liste. Im Süden müssen Am Heidberg (Ungelsheim) die Bleiwerte auf zehn, die Cadmium-Belastung auf 16 Parzellen neu bewertet werden. Einen bislang nicht untersuchten Kleingarten gibt es an der Zimmerstraße (Buchholz).

(ma)
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