Klaus Wildenhahn ist gestorben - Duisburger Filmwoche trauert um Dokumentarfilmer

Filmemacher: Filmwoche trauert um Dokumentarfilmer

Der international bekannte Filmemacher Klaus Wildenhahn starb im Alter von 88 Jahren.

(pk) Die Duisburger Filmwoche trauert um Klaus Wildenhahn. Der international bekannte Filmemacher starb im Alter von 88 Jahren am 9. August in Hamburg. Wildenhahn prägte den deutschen Dokumentarfilm seit den 1960er-Jahren als Regisseur, Lehrer, Fernsehredakteur. Er war Mitbegründer der Duisburger Filmwoche, die auch dank seines Engagements zum vielleicht wichtigsten Festival für Dokumentarfilme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde. Viele Jahre war Wildenhahn Mitglied der Auswahlkommission und bestimmte dort das Programm der Duisburger Filmwoche mit. Wildenhahn war auf der Filmwoche auch mit eigenen Beiträgen vertreten, u.a. mit einem Film, den er 1988/89 nach der Schließung der Hüttenwerke Rheinhausen gedreht hatte. Als herausragend gilt sein „Kleiner Film für Bonn“ aus dem Jahr 2000, der gar nicht klein war (116 Minuten). Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Filmwochen-Gremium sah man Wildenhahn regelmäßig auf dem Duisburger Festival, wo er sich stets mit klugen Worten zu Wort meldete. Werner Ružicka, der die Duisburger Filmwoche, die vom 5. bis 11. November im Filmforum stattfindet, zum letzten Mal leiten wird, schrieb gestern: „Der Verlust schmerzt. Die Duisburger Filmwoche verdankte Klaus Wildenhahn nicht nur eine Reihe großartiger Dokumentarfilme – viele davon aus dieser Region –, sondern loyale und beständige Unterstützung unserer Idee. Die Bilder der Menschen in ihrer Zeit, die er diesem Land schenkte, sind kostbare Erinnerung, für immer gültig.“ Das Gedenken an Klaus Wildenhahn soll bei der 42. Duisburger Filmwoche einen Platz finden.