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Duisburg: Klapperschlange ist nicht gemeldet

Duisburg : Klapperschlange ist nicht gemeldet

In Duisburg sind 13 der Giftschlangen offiziell registriert. Die Schlange, die einen Züchter gebissen hat, allerdings nicht. Tiere, die unter Artenschutz stehen, müssen generell beim Ordnungsamt angeben werden.

Die Schwarzschwanz-Klapperschlange, von der wie berichtet ein Duisburger Züchter vor Weihnachten gebissen wurde, ist nicht die einzige, die in heimischen Terrarien in Duisburg lebt. "In Duisburg sind 13 Klapperschlangen gemeldet", sagt Dr. Randolph Kricke vom städtischen Amt für Umwelt und Grün. Die Schwarzschwanz-Klapperschlange allerdings ist bei der Stadt nicht registriert. "Wir werden jetzt zunächst auf den Halter zugehen und ihn darauf hinweisen, dies nachzuholen."

In Nordrhein-Westfalen sind Klapperschlangen nicht meldepflichtig, weil sie giftig sind, sondern weil sie unter den Artenschutz fallen. Durch die Meldepflicht soll gewährleistet werden, dass keine illegal eingeführten Tiere gehalten werden, sondern nur solche, für die der Halter einen Nachweis ihrer Herkunft vorlegen kann. Beispielsweise, dass es sich um legale Nachzuchten handelt. "Das gilt auch für Schildkröten", sagt Randolph Kricke.

Gerade Halter dieser gepanzerten Haustiere wissen oft gar nicht, dass sie ihr Hautier anmelden müssen, oder vergessen es schlichtweg. "Wir gehen davon aus, dass wir 60 bis 70 Prozent der meldepflichtigen Tiere gar nicht kennen", sagt Kricke.

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Während in Hessen und Thüringen sogenannte gefährliche Tiere generell meldepflichtig sind, hat NRW bisher auf ein solches Gesetz verzichtet. "Meiner Meinung nach wäre ein Sachkundenachweis sinnvoller", sagt Kricke. Dieser würde gewährleisten, dass die Tiere vernünftig gehalten würden. Ein Falkner beispielsweise müsse eine entsprechende Prüfung ablegen, bevor er einen Raubvogel halten darf.

Neben den gemeldeten 13 Klapperschlangen leben auch noch einige Kobras in Duisburger Terrarien. Nicht meldepflichtig dagegen sind die meisten Skorpionarten. Da sie bis auf wenige Ausnahmen nicht unter den Artenschutz fallen, könnten auch sie ganz unbemerkt von der Öffentlichkeit in Duisburger Haushalten heimisch sein.

(RP)